"Klimastreik"
Zehntausende Demonstranten bei "Fridays for Future" in Deutschland

Tausende Menschen haben in Berlin an Protesten der Klimaschutzbewegung "Fridays for Future" teilgenommen. Die Demonstranten versammelten sich am Mittag am Brandenburger Tor und liefen nach einer Auftaktkundgebung in einem kilometerlangen Zug durch das Regierungsviertel. Die Polizei sprach von 12.500 Teilnehmern, die Organisatoren von 24.000.

15.09.2023
    Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Demonstration der Klimaschutzbewegung Fridays for Future gehen mit ihren Plakaten über die Ludwigstraße in München. Aufnahme vom 15.09.2023
    Globaler Klimastreik in München (picture alliance / dpa / Matthias Balk)
    In Hamburg, Köln, München, Frankfurt, Stuttgart und Leipzig schlossen sich Zehntausende Menschen den Demonstrationszügen an. Auch in anderen Ländern wurde demonstriert. So gingen in der österreichischen Hauptstadt Wien nach Angaben der Veranstalter 20.000 Menschen auf die Straße. Weitere Kundgebungen gab es unter anderem in Großbritannien, Schweden, Japan, Pakistan, Bangladesch und Uganda.
    In Deutschland verlangt die Bewegung die Einführung eines Klimagelds und die Verschärfung des Klimaschutzgesetzes. Sie kritisieren, dass das im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP festgeschriebene Vorhaben nicht voran kommt. Das Klimageld ist dafür gedacht, steigende Preise für den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen sozial auszugleichen.
    Die Sprecherin von "Fridays for Future Deutschland", Neubauer, sagte im Deutschlandfunk, ihre Bewegung habe in den vergangenen fünf Jahren zu mehr Klimabewusstsein in Deutschland beigetragen. Laut dem aktuellen ARD-Deutschlandtrend haben die Demonstrationen von "Fridays for Future" aber bei drei Viertel der Deutschen wenig oder gar keinen Einfluss auf deren Einstellung zu Klima- und Umweltfragen. Neubauer sagte, daher seien Aktionen wie die heutige von großer Bedeutung. Es brauche die Verantwortung aller Generationen.
    (Das vollständige Interview mit Luisa Neubauer können Sie hier nachlesen)
    Diese Nachricht wurde am 15.09.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.