Artenschutz
Zehntausende Maifischlarven im Rhein ausgesetzt

In Wiesbaden sind rund 50.000 Larven des sogenannten Maifischs im Rhein ausgesetzt worden. Sie wurden unter Beteiligung von Schulkindern sowie Regierungsvertretern Hessens, Baden-Würrtembergs, Nordrhein-Westfalens und von Rheinland-Pfalz ins Wasser gekippt.

    Vertreter mehrerer Bundesländer schütten Gläser voller Maifischlarven in den Rhein.
    Ingmar Jung (CDU, links), hessischer Umweltminister, Silke Gorißen (CDU), NRW-Landwirtschaftsministerin, Christine Schneider (CDU), Umweltministerin in Rheinland-Pfalz, und Ministerialdirektorin Isabel Kling aus Baden-Württemberg schütten Gläser voller Maifischlarven in den Rhein. (Hannes P. Albert / dpa)
    Die Maßnahme soll zur Wiederansiedlung des Wanderfischs in Westeuropa beitragen. Insgesamt werden für das länderübergreifende Projekt rund 700.000 Larven freigesetzt.
    Der Maifisch war früher in Westeuropa weit verbreitet. Aufgrund von Gewässerverschmutzung, Wanderhindernissen und Überfischung gingen die Bestände in der Vergangenheit dann aber stark zurück.

    Schon erstes Projekt 2017 war erfolgreich

    Der an dem Projekt beteiligte Biologe Andreas Scharbert sagte, bereits ein erstes europäisches Projekt zur Wiederansiedlung im Jahr 2007 sei erfolgreich gewesen. Man habe bereits zahlreiche Rückkehrer festgestellt, die sich natürlich im Rhein vermehrt hätten.
    In seinem Lebenszyklus wechselt der Maifisch zwischen Süß- und Salzwasser hin und her. Nach dem Aussetzen der Larven im Rhein wandern die jungen Fische zunächst zum Meer und kehren dann Jahre später als erwachsene Tiere zum Laichen in die Flüsse zurück.
    Diese Nachricht wurde am 29.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.