
Die Demonstranten warfen ihm vor, den Gazakrieg aus politischen Erwägungen in die Länge zu ziehen und damit das Leben der verschleppten Geiseln aufs Spiel zu setzen. Die Organisatoren sprachen von den größten Protesten seit Beginn des Kriegs am 7. Oktober.
Netanjahu führt eine in Teilen rechtsextreme Regierung. Die Minister Ben-Gvir und Smotrich, die Ziele wie eine israelische Wiederbesiedlung des Gazastreifens verfolgen, drohen ihm mit dem Bruch der Koalition. Sie wollen das geplante Abkommen mit der Terrororganisation Hamas über eine Feuerpause und die Befreiung der Geiseln verhindern. Darüber hinaus läuft gegen Netanjahu seit Jahren ein Korruptionsprozess.
Diese Nachricht wurde am 23.06.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.