Tokio
Zehntausende Menschen protestieren in Japan gegen Aufrüstung und mögliche Verfassungsänderung zum Pazifismus

In Tokio haben mehrere Zehntausend Menschen gegen Aufrüstung und eine geplante Verfassungsänderung zum Pazifismus protestiert.

    Demonstranten entrollten bei einer Antikriegskundgebung vor dem Parlamentsgebäude in Tokio Transparente mit der Aufschrift „Kein Krieg“.
    Demonstrationen in Tokio (picture alliance/Kyodo)
    Korrespondentenberichten zufolge versammelten sie sich vor dem Parlament und forderten in Sprechchören unter anderem "Nein zum Krieg!". Auch in anderen japanischen Städten gab es in den vergangenen Tagen Proteste gegen die Regierung.
    Premierministerin Takaichi strebt an, den sogenannten "Pazifismus-Artikel" in der japanischen Verfassung zu ändern, der es Japan seit 1947 verbietet, an Kriegen teilzunehmen. Zudem sollen Langstreckenraketen in dem Land stationiert und Exportbeschränkungen für Waffen gelockert werden. Takaichi begründete die Maßnahmen unter anderem mit den wachsenden Spannungen mit China. Ihre liberal-konservative Partei LDP hatte bei den vorgezogenen Neuwahlen im Februar eine deutliche Mehrheit errungen.
    Diese Nachricht wurde am 09.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.