Jerusalem
Zehntausende Muslime bei erstem Freitagsgebet des Ramadan auf dem Tempelberg

Zehntausende Muslime haben am ersten Freitagsgebet im diesjährigen Fastenmonat Ramadan auf dem Tempelberg in Jerusalem teilgenommen.

    Muslime beim Gebet auf dem Tempelberg
    Muslime beim Gebet auf dem Tempelberg (IMAGO / APAimages / IMAGO / Department of Islamic Awqaf in Jerusalem \ apaimages)
    Die Stiftung, die die Al-Aksa-Moschee und den Felsdom verwaltet, sprach von 80.000 Gläubigen. Die israelischen Behörden hatten auch rund 10.000 Anträgen aus dem Westjordanland auf Zugang stattgegeben. Männer mussten älter als 55 Jahre, Frauen älter als 50 Jahre sein. Kinder durften den Tempelberg bis zu einem Alter von zwölf Jahren in Begleitung eines Verwandten ersten Grades betreten. Entlang der Wege durch die Jerusalemer Altstadt waren zahlreiche Polizisten postiert.  
    Der Tempelberg ist ein zentraler Streitpunkt im Nahostkonflikt. Muslimen gilt das Gelände als drittheiligste Stätte nach Mekka und Medina. Juden verehren es als heiligsten Ort. Sie dürfen ihn zwar betreten, dort aber nicht beten. Zum Gebet begeben sich Juden an die Klagemauer an der Westseite des Tempelbergs.
    Diese Nachricht wurde am 20.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.