Bundeswehr
Zehntausende Schüler demonstrieren gegen Wehrdienst

In mehreren Städten hat es erneut Schülerproteste gegen den neuen Wehrdienst gegeben.

    Auf dem Neuen Markt beginnt eine Demonstration gegen die Wehrpflicht, auf einem Transparent steht "Kein Werben fürs Sterben". Schüler, Eltern und Initiativen gehen beim bundesweiten Schulstreik gegen Wehrpflicht auf die Straße.
    Bundesweiter Schulstreik gegen Wehrpflicht - Rostock (picture alliance / dpa / Bernd Wüstneck)
    Zehntausende beteiligten sich unter anderem in Berlin, Bremen, Dresden, Erfurt oder Essen, ähnlich wie bereits im Dezember. Dazu aufgerufen hatte die Initiative "Schulstreik gegen Wehrpflicht". Deren Sprecher Kramer sagte im Deutschlandfunk, man wolle verhindern, dass das Land in eine Militarisierungsspirale gerate. Die Generalsekretärin der Bundesschülerkonferenz, Kirchhoff, beklagte im ZDF, dass die Politik das Gesetz auf den Weg gebracht habe, ohne mit der jungen Generation zu sprechen.
    Kritik kam von Lehrern. Der Philologenverband in Niedersachsen erklärte, demokratisches Engagement Jugendlicher sei ausdrücklich zu begrüßen, aber nicht auf Kosten der Unterrichtszeit. Schleswig-Holsteins Bildungsministerium teilte mit, unentschuldigte Fehlzeiten würden im Zeugnis ausgewiesen. Wer Leistungsnachweise unentschuldigt versäume, werde mit "ungenügend" bewertet. Derzeit gilt eine verpflichtende Musterung für junge Männer. Der Wehrdienst bleibt freiwillig, solange sich genügend Rekruten finden.
    Diese Nachricht wurde am 05.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.