
Während einige Influencer nach den ersten Attacken panische und besorgte Beiträge in den Sozialen Medien veröffentlichten, verkünden viele Beiträge inzwischen, man fühle sich sicher und die Situation sei normal, oft mit wortgleichen Formulierungen. Kritische Stimmen vermuten, die Regierung könnte Influencern gezielt vorgeschrieben haben, was sie veröffentlichen.
Der Unternehmensaufbauberater Strasser hat diesem Vorwurf im Nachrichtenportal T-Online widersprochen. Es gebe keine gezielten Vorschriften für Influencer - man dürfe jedoch generell "keine Gerüchte streuen", dies werde streng geahndet. Der Medienanwalt Christian Solmecke sagte dem WDR dagegen, wer in Dubai als Influencer arbeiten möchte, brauche eine staatliche Lizenz. Wer diese beantrage, unterwerfe sich strengen Mediengesetzen - Kritik am Staat, an der Herrscherfamilie oder an gesellschaftlichen Themen sei tabu. Bei Verstößen drohten Geldstrafen von umgerechnet bis zu 250.000 Euro. Dieser "unausgesprochene Deal" funktioniere "perfekt als Image-Maschine" für Dubai.
Die Meinungsfreiheit ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten Fachleuten zufolge stark eingeschränkt - ebenso wie die Pressefreiheit. Die Organisation "Reporter ohne Grenzen" stufte das Land zuletzt auf Rang 164 von 180 ein.
Diese Nachricht wurde am 04.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
