Aktuelles Lagebild
Zentralrat der Juden berichtet von antisemitischen Vorfällen in 46 Gemeinden

Fast die Hälfte der jüdischen Gemeinden hierzulande hat antisemitische Vorfälle in den vergangenen zwölf Monaten gemeldet.

    Ein Mann trägt eine Kippa mit Davidstern.
    Die Zahl antisemitischer Vorfälle bleibt auf hohem Niveau (Symbolbild). (Hannes P Albert/dpa)
    Das geht aus dem aktuellen Lagebild des Zentralrats der Juden in Deutschland hervor. In insgesamt 46 der 102 Gemeinden sei es zu Drohanrufen, Hasskommentaren oder Sachbeschädigung an religiösen Gebäuden gekommen. Bei der vorherigen Umfrage aus dem Oktober 2024 waren prozentual noch etwas weniger Gemeinden betroffen gewesen. Der Präsident des Zentralrats, Schuster, nannte die Zustände unhaltbar.
    Die Umfrage wurde seit dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 dreimal erhoben. Die aktuellen Angaben stammen aus dem März. 68 Prozent der Führungspersönlichkeiten in den Gemeinden gaben dabei an, das Leben seit dem Angriff als unsicherer wahrzunehmen. Im Vergleich zur vorherigen Umfrage ist das ein Rückgang.
    Diese Nachricht wurde am 01.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.