Auszeichnung
Zentralrat der Juden zeichnet Dieter Nuhr mit Leo-Baeck-Preis aus

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat den Kabarettisten Dieter Nuhr mit dem Leo-Baeck-Preis ausgezeichnet. Er erhält die Auszeichnung für sein Eintreten gegen Antisemitismus und für den Staat Israel. Zentralrats-Präsident Schuster sagte bei der Feierstunde in Berlin, der Kabarettist decke Doppelstandards auf, denen die deutsche Medienlandschaft bei diesen Themen oftmals unterliege.

    Zu sehen sind links Abraham Lehrer, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, in der Mitte Dieter Nuhr mit der Auszeichnung in den Händen und rechts Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland.
    Verleihung des Leo-Baeck-Preises 2026 durch den Zentralrat der Juden an den Kabarettisten Dieter Nuhr. (IMAGO / epd / IMAGO / Rolf Zoellner (Zöllner))
    Nuhr selbst sagte, der Preis mache ihn stolz. Es sei zugleich aber etwas "gruselig", dass man einen Preis dafür bekomme, kein Antisemit zu sein.
    Die Auszeichnung für den Kabarettisten war Mitte Mai angekündigt worden. Mit dem Leo-Baeck-Preis werden seit 1957 Persönlichkeiten geehrt, die sich nach Ansicht des Zentralrats in herausragender Weise um die jüdische Gemeinschaft verdient gemacht haben. Zu den Preisträgern gehören unter anderen Altkanzlerin Merkel sowie die früheren Bundespräsidenten von Weizsäcker, Herzog und Wulff. Der Preis erinnert an den 1956 gestorbenen Rabbiner Leo Baeck.
    Diese Nachricht wurde am 10.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.