Bundestagswahl
Zentralratspräsident Schuster warnt vor AfD - Ko-Chef Chrupalla weist Befürchtungen zurück

Der AfD-Ko-Vorsitzende Chrupalla hat Befürchtungen des Präsidenten des Zentralrates der Juden, Schuster, zurückgewiesen.

    Tino Chrupalla, ein Mann mit kurzen Haaren, Brille und Anzug, steht an einem Rednerpult. Er hebt die Arme und gestikuliert.
    Der Ko-Vorsitzender der AfD, Tino Chrupalla (Archivbild) (AFP / SILAS STEIN)
    Dieser hatte der "Welt am Sonntag" gesagt, im Falle einer Regierungsbeteiligung der AfD auf Bundesebene würde er sich fragen, ob jüdisches Leben in Deutschland noch möglich wäre. Chrupalla betonte im ARD-Fernsehen, es gebe viele Juden, die seine Partei wählten. Es müsse niemand Angst haben, wenn die AfD in irgendeiner Weise an der Regierung beteiligt sei. Eines der Hauptanliegen der Partei sei neben dem wirtschaftlichen Bereich die innere Sicherheit, erklärte Chrupalla weiter. Zudem brauche man sichere Grenzen. Damit schütze man sowohl jüdisches Leben in Deutschland als auch deutsche Staatsbürger.
    Schuster hatte argumentiert, die AfD biete schon jetzt Antisemiten eine Heimat. Mit Aussagen von Funktionären zur Erinnerungskultur an den Nationalsozialismus, rechtsextremen Forderungen und Reden von 'millionenfacher Remigration' positioniere sich die Partei außerhalb des demokratischen Spektrums.
    Diese Nachricht wurde am 08.12.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.