Nahost
Ziemiak (CDU) kritisiert Vorgehen des israelischen Militärs im Südlibanon - "Unangemessen und strategisch falsch"

Der CDU-Außenpolitiker Ziemiak sieht das Vorgehen des israelischen Militärs im Süden des Libanons mit wachsender Sorge. Ziemiak sagte im Deutschlandfunk, der Einsatz habe zwar einen Grund gehabt - und zwar die neuerlichen Angriffe der Hisbollah-Miliz. Inzwischen aber gehe Israel zu weit.

    Paul Ziemiak lächelt in die Kamera.
    Paul Ziemiak, CDU (picture alliance / dpa / Revierfoto / Revierfoto)
    Eine Vertreibung der Bevölkerung aus dem Süden in Richtung Norden sei unangemessen und strategisch falsch. Ziemiak betonte, eine mögliche israelische Kontrolle oder Annexion von Gebieten im Südlibanon wäre völkerrechtswidrig. Stattdessen müsse man die libanesische Regierung und die Armee des Landes im Kampf gegen die Hisbollah stärken. Man brauche dafür zum Beispiel eine Libanon-Konferenz.
    Ziemiak unterstrich, bald laufe das Mandat der UNO-Mission UNIFIL im Libanon aus. Daher müsse man nun überlegen, wie man die Sicherheit Israels gewährleisten und den Libanon stabilisieren könne - möglicherweise auch durch eine europäische Mission.
    Diese Nachricht wurde am 26.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.