Arbeitsmarkt
Zugewanderte Fachkräfte meiden Ost-Flächenländer - Ostbeauftragte: Braucht Kultur der Offenheit

Zugewanderte Fachkräfte zieht es meist in Stadtstaaten und westdeutsche Bundesländer.

    Elisabeth Kaiser, SPD, schaut enst.
    Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser, SPD (picture alliance/dts-Agentur)
    Das geht aus einer Untersuchung des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft hervor. Im Jahr 2024 war in Berlin, Bremen und Hamburg rund jede vierte Fachkraft im Ausland geboren. In Hessen und Baden-Württemberg lag der Anteil bei mehr als einem Fünftel. In den ostdeutschen Bundesländern hingegen beträgt der Anteil laut Studie weniger als neun Prozent.
    Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Kaiser, verwies auf die Herausforderungen durch den demografischen Wandel. Ostdeutschland sei zur Bewältigung des Fachkräftemangels auf Zuwanderung angewiesen, sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Dafür brauche es eine Kultur der Offenheit vor Ort. Populistische Parteien, die Vorbehalte gegenüber Zugewanderten schürten, stellten dabei eine Gefahr dar.
    Diese Nachricht wurde am 24.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.