Kritik
Zukunft von Unionsfraktionschef Spahn nach Entscheidung für Leihmutterschaft offen

Nach der Entscheidung von Unionsfraktionschef Spahn für eine Leihmutterschaft ist sein Verbleib im Amt offen.

    Spahn und Funke stehen vor einer Werbewand beim Bundespresseball. Beide tragen Smoking.
    Jens Spah mit seinem Ehemann Daniel Funke (Archiv) (picture alliance I dpa | Carsten Koall)
    Das CDU-Präsidium soll am Montag über den Fall beraten, wie Bundeskanzler Merz sagte. An der Sitzung nimmt einer Sprecherin zufolge auch Spahn teil. Aus der Partei kamen Rücktrittsforderungen. Der Landeschef von Mecklenburg-Vorpommern, Peters, erklärte, Spahn habe sich in voller Absicht über in Deutschland geltendes Recht hinweggesetzt. Der Staatssekretär im Familienministerium, Brand, sprach von einer Zumutung und verwies auf Gefahren für Leihmütter.
    Spahn erklärte, er habe lange mit sich gerungen. Er betonte, die Leihmutterschaft sei unter guten Bedingungen abgelaufen. Auch seien eine Leihmutterschaft und das Elternsein in Deutschland nicht verboten. Über einen möglichen Rücktritt müsse die Fraktion entscheiden.
    Gestern hatte Spahn öffentlich gemacht, dass er und sein Ehemann in den USA Eltern eines Kindes von einer Leihmutter geworden seien. Die CDU lehnt Leihmutterschaften ab.
    Diese Nachricht wurde am 17.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.