Rücktrittsforderungen in der CDU
Politische Zukunft von Unionsfraktionschef Spahn nach Entscheidung für Leihmutterschaft offen

Unionsfraktionschef Spahn steht wegen seiner Elternschaft mit Hilfe einer Leihmutter in den USA weiter unter Druck. Neben offener Kritik gab es bereits gestern erste Rücktrittsforderungen. Das CDU-Präsidium soll am Montag über den Fall beraten, wie Bundeskanzler Merz sagte. Spahn selbst verteidigte seine Entscheidung.

    Spahn und Funke stehen vor einer Werbewand beim Bundespresseball. Beide tragen Smoking.
    Jens Spah mit seinem Ehemann Daniel Funke (Archiv) (picture alliance I dpa | Carsten Koall)
    Der CDU-Politiker sagte der "Bild", er habe bei dem Thema lange mit sich gerungen und sei innerlich zerrissen gewesen. Er betonte, nicht gegen deutsche Gesetze verstoßen zu haben. Über einen möglichen Rücktritt müsse nun die Fraktion nach der Sommerpause entscheiden.
    Leihmutterschaften sind in Deutschland nicht zulässig sind. Die CDU hatte sich zuletzt im Februar gegen eine Legalisierung ausgesprochen, auch Spahn selbst war als Minister in der Vergangenheit dagegen.
    Der Landeschef von Mecklenburg-Vorpommern, Peters, erklärte, Spahn habe sich in voller Absicht über in Deutschland geltendes Recht hinweggesetzt. Der Staatssekretär im Familienministerium, Brand, sprach von einer Zumutung und verwies auf Gefahren für Leihmütter.
    Diese Nachricht wurde am 18.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.