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StartseiteDossierZum Begriff des "Neuen" in der Musik21.04.2006

Zum Begriff des "Neuen" in der Musik

"Neu" ist ein Attribut, das der Musik seit der ars nova im 14. Jahrhundert anhaftet. Zunächst bezeichnete "neu" nur den Gegensatz zum Alten. Später war damit auch etwas Qualitatives gemeint. Das Wort deutet auf das Streben nach bisher Unbekanntem und Ungehörtem. So ist "neu" eng mit Innovation verknüpft. Diese galt lange Zeit als wichtiger Antrieb für das Komponieren.

Von Hanno Ehrler

In vielen außerkünstlerischen Bereichen wird Fortschrittsdenken angesichts wachsender Probleme in Umwelt, Gesellschaft und Ethik angezweifelt. (Stock.XCHNG / valentino sirbinas)
In vielen außerkünstlerischen Bereichen wird Fortschrittsdenken angesichts wachsender Probleme in Umwelt, Gesellschaft und Ethik angezweifelt. (Stock.XCHNG / valentino sirbinas)

Seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts jedoch geriet das Innovative in eine Krise. Seitdem steht die Frage im Raum, ob es überhaupt noch möglich sei, etwas Neues zu schaffen. Die Debatte gilt auch der Idee des musikalischen Fortschritts. Ist Fortschritt noch sinnvoll - und wenn ja, wie könnte die Entwicklung von Musik aussehen?

Diese Situation in der Musik spiegelt gesellschaftliche Phänomene. In vielen außerkünstlerischen Bereichen wird Fortschrittsdenken angesichts wachsender Probleme in Umwelt, Gesellschaft und Ethik angezweifelt. Vor diesem Hintergrund fragte Autor Hanno Ehrler Komponisten wie Moritz Eggert, Nicolaus A. Huber, Matthias Kaul, Gerhard Stäbler und Thomas Witzmann nach Perspektiven und Kategorien des "Neuen" in Musik und Gesellschaft.

Das Manuskript zur Sendung finden Sie in der Rubrik "Downloads".

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