Explosivwaffen
Zunehmend tote Zivilisten durch Drohnen

In Kriegen und Konflikten auf der Welt sterben zunehmend Zivilistinnen und Zivilisten durch Drohnen.

    Ukraine, Kiew: Kampfdrohne vermutlich vom Typ Shahed 136 (Schahed 136) iranischer Bauart.
    Viele zivile Opfer in der Ukraine sind durch Drohnenangriffe zu beklagen. (Efrem Lukatsky/AP/dpa)
    Das ist ein Ergebnis des Berichts Explosivwaffen-Monitor 2025 (pdf) der NGO Handicap International und Partnerorganisationen. Laut dem Bericht sind im vergangenen Jahr mindestens 22.600 Zivilisten weltweit durch Explosivwaffen getötet worden. Das ist weniger als im Jahr 2024 (28.600 Tote), vor allem wegen der Waffenruhen in Gaza und im Libanon.
    Massiv erhöht hat sich allerdings der Beschuss mit Drohnen: 67 Prozent aller zivilen Opfer starben dadurch - besonders in der Ukraine. Und auch Angriffe auf humanitäre Hilfe, Krankenhäuser und Einrichtungen wie Schulen haben massiv zugenommen.
    Als Explosivwaffen gelten unter anderem Bomben, Raketen und Sprengfallen sowie Drohnen und Streumunition. Also Waffen, die durch Druckwelle, Splitter und Hitze zerstören, verwunden oder töten. Oft verwüsten sie große Bereiche und Reste bleiben als gefährliche Blindgänger liegen.
    Gestiegen ist die Zahl der getöteten zivilen Opfer in der Ukraine, im Jemen und in Syrien. Laut dem Bericht wurden allein in der Ukraine 45 Prozent mehr Zivilistinnen und Zivilisten getötet. Hier stieg der Einsatz von Drohnen auf Bildungseinrichtungen um 358 Prozent.
    Diese Nachricht wurde am 10.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.