
Ihr mache Sorge, dass die DDR verharmlost werde, sagte sie dem Deutschlandfunk. Je länger die DDR her sei, desto schöner werde sie, kritisierte Zupke, die in Berlin ihren Jahresbericht vorlegte. Sie selbst werde sich dafür einsetzen, dass Bundestagsliegenschaften Namen ehemaliger DDR-Bürgerrechtler erhielten. Die mögliche Liste sei lang. Zudem forderte Zupke eine verbindlichere Behandlung der DDR-Geschichte in Schulen. Das Thema komme oft zu kurz. Deutsche Unternehmen, die von Zwangsarbeit profitiert haben, rief sie dazu auf, ihre Vergangenheit aufzuarbeiten. Die SED-Opferbeauftragte führt dazu nach eigenen Worten aktuell Gespräche mit dem Handelskonzern Otto. Dieser hatte Studien zufolge Produkte vertrieben, die einst von DDR‑ Häftlingen gefertigt worden waren.
Diese Nachricht wurde am 08.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
