Zollstreit
Zurückhaltung und Kritik nach EU-Deal mit US-Präsident Trump

Die Einigung im Zollstreit zwischen der EU und den Vereinigten Staaten hat in Europa überwiegend zurückhaltende oder kritische Reaktionen ausgelöst.

    Gestapelte Container in den Farben von den USA und der EU
    Wirtschaftsexperten sehen die Zolleinigung kritisch (Archivbild). (imago/Christian Ohde)
    Bundeskanzler Merz sagte in Berlin, die Übereinkunft werde die exportorientierte deutsche Wirtschaft belasten. Ein besseres Ergebnis sei aber offensichtlich nicht zu erreichen gewesen.
    In Frankreich beklagte Ministerpräsident Bayrou einen "schwarzen Tag" für Europa. Die EU habe sich den USA unterworfen. Der spanische Ministerpräsident Sánchez sagte, er unterstütze die Vereinbarung, jedoch ohne Begeisterung. Auch Ökonomen und Wirtschaftsverbände äußerten sich überwiegend skeptisch. So sprach der Bundesverband der Deutschen Industrie von einem fatalen Signal an die eng verflochtene Wirtschaft auf beiden Seiten des Atlantiks.
    Das Abkommen sieht in den USA 15 Prozent Zoll auf EU-Waren vor. Bei Stahl und Aluminium bleibt es bei 50 Prozent.
    Diese Nachricht wurde am 28.07.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.