
Bundeskanzler Merz sagte, mit der Übereinkunft sei ein Handelskonflikt abgewendet worden, der die exportorientierte deutsche Wirtschaft hart getroffen hätte. Wirtschaftsministerin Reiche betonte die Planungssicherheit, die es nun gebe. Den Zollsatz von 15 Prozent bezeichnete die CDU-Politikerin zugleich als "herausfordernd". EU-Handelskommissar Sefcovic erklärte, die Kommission habe das beste Ergebnis herausgeholt. Der französische Ministerpräsident Bayrou beklagte dagegen einen "schwarzen Tag" für Europa. Die EU habe sich den USA unterworfen.
Ökonomen und Wirtschaftsverbände äußerten sich überwiegend skeptisch. Die Wirtschaftsweise Malmendier sprach von einer ungeheuren Belastung. Der Bundesverband der Deutschen Industrie wertete das Übereinkommen als fatales Signal an die eng verflochtene Wirtschaft beider Seiten. Für die Autoindustrie befürchtet Branchenexperte Dudenhöffer den Verlust jedes zehnten Arbeitsplatzes.
Das Abkommen sieht vor, dass die USA 15 Prozent Zoll auf EU-Waren erheben. Bei Stahl und Aluminium bleibt es allerdings bei 50 Prozent. Zudem verpflichtet sich die EU, von den USA Energie und Militärausrüstung im Wert von 750 Milliarden Dollar zu kaufen.
Diese Nachricht wurde am 28.07.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
