
Leyen betonte wörtlich: "Wir alle wollen Frieden für die Ukraine. Und dafür muss sich die Ukraine in einer Position der Stärke befinden." Der Angriffskrieg Russlands jähre sich in etwas mehr als einem Monat zum vierten Mal. Moskau aber zeige kein Zeichen von Reue, keine Bemühungen um Frieden. Mit dem Darlehen solle daher sichergestellt werden, dass die Ukraine ihre Verteidigung stärken und ihre militärischen Fähigkeiten ausbauen könne. Zudem müsse sie auch die grundlegenden öffentlichen Dienstleistungen finanzieren können.
EU-Erweiterungskommissarin Kos fügte hinzu, die Unterstützung gehe über den reinen Finanzierungsbedarf der Ukraine hinaus. Zitat: "Es gibt einen klaren Reformplan, der dazu beiträgt, die öffentlichen Institutionen zu stärken, Investitionen anzuziehen und sich der EU-Mitgliedschaft anzunähern."
Absicherung über den EU-Haushalt
Die Staats- und Regierungschefs der EU hatten sich im Dezember darauf verständigt, Kiew ein zinsloses Darlehen in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Jahre 2026 und 2027 zur Verfügung zu stellen. Damit eine erste Tranche Anfang April ausgezahlt werden kann, müssen EU-Parlament und der EU-Rat zustimmen.
Die Mittel soll die EU nun gemeinschaftlich am Kapitalmarkt aufnehmen und über den EU-Haushalt absichern. 24 von 27 EU-Partnern machen mit. Ungarn, die Slowakei und Tschechien wollten sich nicht beteiligen. Ursprünglich war geplant, für das Darlehen das eingefroren russische Zentralbankvermögen zu nutzen. Dazu gab es aber trotz monatelanger Verhandlungen keine Einigung.
Fast 200 Milliarden Euro für die Ukraine
Nach Angaben der EU-Kommission haben die Europäische Union und ihre Mitgliedsstaaten seit Beginn des russischen Angriffskrieges mehr als 193 Milliarden Euro für die Ukraine bereitgestellt. Das sei mehr als der Beitrag der anderen Unterstützer.
Neues Darlehen - EU-Kommission legt Details für Ukraine-Milliarden vor (Audio)
Diese Nachricht wurde am 14.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



