Nach Asylantrag
Zwei iranische Fußballerinnen dürfen in Australien bleiben

Zwei iranische Fußball-Nationalspielerinnen haben nach dem Asylantrag in Australien Schutz erhalten.

    Die iranischen Fußballspielerinnen Fatemeh Pasandideh (vierte von rechts in der vorderen Reihe) und Atefeh Ramezanisadeh (vierte von links in der vorderen Reihe) posieren für ein Foto mit der Frauenmannschaft der Brisbane Roar in der A-League.
    Die iranischen Fußballspielerinnen Fatemeh Pasandideh (vierte von rechts in der vorderen Reihe) und Atefeh Ramezanisadeh (vierte von links in der vorderen Reihe) mit der Frauenmannschaft der Brisbane Roar (Brisbane Roar / dpa / Brisbane Roar)
    Fatemeh Pasandideh und Atefeh Ramezanisadeh dankten in einer gemeinsamen Erklärung der australischen Regierung für den "humanitären Schutz und die sichere Zuflucht in diesem wunderschönen Land. Das Mitgefühl und die Unterstützung, die uns in dieser schwierigen Zeit entgegengebracht wurden, geben uns Hoffnung auf eine Zukunft, in der wir sicher leben und Wettkämpfe bestreiten können", sagten sie.
    Ursprünglich hatten sieben Mitglieder des iranischen Frauen-Teams aus Angst vor Repressalien in ihrer Heimat Asyl in Australien beantragt, zogen größtenteils aber ihre Anträge zurück. Im Rahmen der Asienmeisterschaft hatte es große Sorgen um die Spielerinnen gegeben, weil das Team beim ersten Gruppenspiel Anfang März gegen Südkorea auf das Singen der Nationalhymne verzichtet hatte. Aktivisten warfen den iranischen Behörden vor, Druck auf die Familien der Frauen auszuüben und unter anderem ihre Eltern zu Verhören vorzuladen. Letztlich blieben nur Pasandideh und Ramezanisadeh in Australien.
    "Im Moment konzentrieren wir uns vor allem auf unsere Sicherheit, unsere Gesundheit und den Wiederaufbau unseres Lebens", sagten die beiden Fußballerinnen. Sie seien noch nicht bereit, öffentlich über ihre Erfahrungen zu sprechen. Eine Woche nach ihrem Asylantrag wurden die beiden lächelnd beim Training mit dem australischen Club Brisbane Roar fotografiert. Seitdem zeigten sie sich nicht mehr öffentlich, sie befinden sich an einem unbekannten Ort.
    Diese Nachricht wurde am 17.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.