Iranische Agenten
Zwei Männer sollen Anschläge in Berlin geplant haben

Die Bundesanwaltschaft hat zwei Männer angeklagt, die im Auftrag des iranischen Geheimdienstes Anschläge in Berlin geplant haben sollen. Zu den Zielen zählten demzufolge auch der ehemalige Grünen-Politiker, Beck, und der Präsident des Zentralrats des Juden in Deutschland, Schuster.

    Goldfarbenes Schild an der Zufahrt mit dem Bundesadler und der Aufschrift "Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof"
    Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen zwei Männer erhoben, die Anschläge in Berlin geplant haben sollen. (picture alliance / SULUPRESS.DE | Marc Vorwerk/SULUPRESS.DE)
    Ein aus Afghanistan stammender Däne soll den Angaben nach im vergangenen Jahr den Auftrag erhalten haben, Informationen über Schuster und Beck einzuholen. Zudem soll er laut Bundesanwaltschaft mehrere Adressen, unter anderem die von zwei jüdischen Lebensmittelhändlern, ausgespäht haben. Der zweite Angeklagte sei bereit gewesen, eine Waffe zu beschaffen und die Anschlagsvorbreitungen zu unterstützen.
    Wie der Generalbundesanwalt mitteilte, wurden die beiden Männer im Juni in Dänemark festgenommen und befinden sich seit ihrer Überstellung nach Deutschland in Untersuchungshaft. Der Verteidiger eines Angeklagten erklärte, dass für seinen Mandanten die Unschuldvermutung gelte. Der Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Beck, forderte Außenminister Wadephul auf, den iranischen Botschafter als Reaktion auszuweisen.
    Diese Nachricht wurde am 21.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.