München
Zwei Personen wegen mutmaßlicher Spionage für China festgenommen

In München hat die Bundesanwaltschaft zwei mutmaßliche Spione festnehmen lassen.

    Ein voller Aktenordner liegt im Gerichtssaal im Oberlandesgericht in München auf dem Platz der Bundesanwaltschaft.
    Das Ehepaar soll für einen chinesischen Geheimdienst gearbeitet haben. (Peter Kneffel, dpa picture-alliancec)
    Wie die Behörde mitteilte, handelt es sich um ein Ehepaar. Den beiden wird vorgeworfen, für einen chinesischen Geheimdienst gearbeitet zu haben. So sollen sie gezielt Kontakt zu Forschenden an deutschen Hochschulen aufgenommen haben, vor allem in den Fachbereichen Künstliche Intelligenz sowie Luft- und Raumfahrttechnik. In mehreren Fällen lockten die Festgenommenen nach Angaben der Bundesanwaltschaft Forscher unter dem Vorwand ziviler Gastvorträge nach China, wo diese dann tatsächlich aber vor Vertretern staatlicher Rüstungskonzerne sprachen.
    In Polen meldeten die Behörden einen ähnlichen Fall. Dort nahm der Geheimdienst drei mutmaßliche Agenten fest, die für Russland unter anderem Informationen zur Stationierung von NATO-Truppen ausgespäht haben sollen.
    Diese Nachricht wurde am 20.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.