Wien
Zwei Syrer wegen Verbrechen im Bürgerkrieg von österreichischem Gericht verurteilt

Ein Ex-General und ein früherer ranghoher Polizist aus Syrien sind von einem österreichischen Gericht wegen der Misshandlung von Regierungsgegnern während der Assad-Herrschaft zu mehrjährigen Gefängnisstrafen verurteilt worden.

    Der Hauptangeklagte in einem Prozess um Folter gegen syrische Oppositionelle geht in den Verhandlungssaal im Wiener Landesgericht.
    In Wien wurde ein syrischer Ex-General wegen Folter von Oppositionellen verurteilt. (dpa / Albert Otti)
    Gegen einen ehemaligen Brigadegeneral der syrischen Geheimdienste und einen früheren Kriminalpolizisten wurden in Wien Haftstrafen von jeweils acht Jahren verhängt. Außerdem wurden die Angeklagten zu Schmerzensgeldzahlungen von insgesamt 130.000 Euro an ihre Opfer verurteilt. Beide Männer hatten 2015 Asyl in Österreich beantragt und lebten seither dort.
    Die Anklageerhebung erfolgte im Rahmen internationaler Abkommen. Das österreichische Recht sieht die Zuständigkeit seiner Gerichte für bestimmte im Ausland begangene Straftaten vor. Mehrere europäische Länder, darunter auch Deutschland, haben bereits syrische Staatsbürger wegen Verbrechen während des Bürgerkriegs in dem Land vor Gericht gebracht.
    Diese Nachricht wurde am 06.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.