Ausbildungsförderung
Zweifel der Bundesforschungsministerin an der Bafög-Reform sorgen für Kritik

Äußerungen von Bundesforschungsministerin Bär zu einer möglichen Abkehr von der geplanten Bafög-Reform haben für Kritik gesorgt.

    In einem großen Hörsaal sitzen viele Studierende. Sie schauen nach vorne.
    Studierende in einem Hörsaal (Symbolbild) (IMAGO | Panama Pictures)
    Mecklenburg-Vorpommerns Wissenschaftsministerin Martin, SPD, nannte es inakzeptabel, dass Bär die fest vereinbarte Bafög-Reform infrage stelle. Die Novelle sei längst überfällig. Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Esdar, warnte, eine Aufkündigung schade der Koalition und der demokratischen Kultur. Die stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion, Gohlke, sagte dem Deutschlandfunk-Hauptstadtstudio, Bildungsgerechtigkeit dürfe nicht unter Haushaltsvorbehalt stehen. Der Vorsitzende des Deutschen Studierendenwerks, Anbuhl, betonte, die Erhöhung der Ausbildungsförderung hinke den Lebenshaltungskosten schon seit Jahren hinterher. Er erwarte von der Ministerin, dass sie für die Studenten kämpfe.
    Bär hatte gesagt, die Reform sei vorbereitet, werde allerdings von den Regierungsfraktionen nicht mehr unterstützt. Dafür äußerte sie angesichts von Kürzungen in anderen Bereichen Verständnis.
    Diese Nachricht wurde am 31.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.