
Die Stimmlokale öffneten um kurz nach Mitternacht unserer Zeit. Ein dritter und letzter Wahltermin soll am 25. Januar stattfinden. Das Militär argumentiert, die Sicherheitslage lasse nicht zu, die gesamte Abstimmung an einem Tag durchzuführen. Die der Junta nahestehende Partei USDP hatte nach der ersten Runde erklärt, mehr als 90 Prozent der Stimmen erhalten zu haben.
Menschenrechtsorganisationen betrachten die Wahl als Farce, da die Opposition weitgehend ausgeschlossen ist. Gewählt wird zudem fast nur in Gebieten, die von der Armee kontrolliert werden. Dies gilt nach Schätzungen für nicht einmal die Hälfte des Landes; die anderen Regionen werden von Rebellen kontrolliert.
Die Armee hatte im Februar 2021 geputscht und die demokratisch gewählte Regierung der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi entmachtet.
Diese Nachricht wurde am 11.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
