Nordrhein-Westfalen
Zweiter Castor-Transport aus Jülich hat Ahaus erreicht

Begleitet von einem Großaufgebot der Polizei ist in der vergangenen Nacht ein weiterer Atommüll-Behälter durch Nordrhein-Westfalen transportiert worden.

    Ein Lastwagen mit einem Castor-Behälter steht quer auf einer Straße.
    Ein weiterer Castor-Behälter mit Atommüll ist vom Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager Ahaus gebracht worden. (David Ebener / dpa / David-Wolfgang Ebener)
    Die Fahrt vom Forschungszentrum in Jülich ins Brennelemente-Zwischenlager Ahaus dauerte mehrere Stunden. Am Start- und Endpunkt sowie an einer Autobahnbrücke in Bottrop gab es kleinere Mahnwachen und Sitzblockaden. Kritiker halten die Castor-Transporte für überflüssig und gefährlich.
    Castor ist die Bezeichnung für den Spezialbehälter, in dem die Brennelementekugeln transportiert werden. Er soll die davon ausgehende Strahlung weitgehend abschirmen. In den kommenden Monaten sind 150 weitere Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus geplant. Die nordrhein-westfälische Atomaufsicht hatte 2014 angeordnet, das Zwischenlager in Jülich zu räumen. Es konnte nicht nachgewiesen werden, dass es erdbebensicher ist.
    Diese Nachricht wurde am 22.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.