Gleichwohl haben nach 1990 Versuche zugenommen, diese methodisch verengte Geschichtsschreibung zu überwinden und der getrennten Entwicklung beider Teilstaaten wie auch ihren gegenseitigen Verflechtungen gerecht zu werden. Dies nicht zuletzt deshalb, weil die Lesart der westdeutschen Historie als lineare Erfolgsgeschichte eines "langen Weges nach Westen" sowie ihres östlichen Pendants als reine Misserfolgsgeschichte des "SED-Staates" die Komplexität von Politik und Lebenswirklichkeit zu sehr einebnet und daher kaum befriedigen kann. In sechs Gesprächen mit renommierten Vertretern der Zeitgeschichts- und Deutschlandforschung werden Themen und Forschungsfelder beleuchtet, die geeignet erscheinen, in einer gesamtdeutschen Perspektive erforscht zu werden. Dabei geht es nicht zuletzt darum, die Möglichkeiten und Grenzen auszuloten, die eine Zusammenschau der Geschichte der Bundesrepublik und der DDR zu einer gemeinsamen Deutschlandgeschichte nach 1945 eröffnen.
Das Gespräche können Sie mindestens bis April 2008 in unserem Audio-On-Demand-Player nachhören.
Sonntag, 25.11.2007
Prof. Dr. Norbert Frei (Universität Jena)
NS-Zeit und Kriegserfahrung als gemeinsamer Ausgangspunkt und als Steinbruch der beiden deutschen Gründungserzählungen
Sonntag, 2.12. 2007
Prof. Dr. Anselm Doering-Manteuffel (Universität Tübingen)
Der Kampf um "Frieden" und "Freiheit" in der Systemrivalität des Kalten Krieges
Sonntag, 9.12.2007
Prof. Dr. Edgar Wolfrum (Universität Heidelberg)
Mentalitätsumbruch und Wertewandel in Ost- und Westdeutschland während der 60er und 70er Jahre
Sonntag, 16.12.2007
Prof. Dr. Ralph Jessen (Universität Köln)
Der ökonomische Strukturwandel der 70er und 80er Jahre und die Rolle von Wissenschaft und Technik im Systemkonflikt
Sonntag, 23.12.2007
Prof. Dr. Hans Günter Hockerts (Universität München)
Gemeinsame Wurzeln und getrennte Wege deutscher Sozialstaatlichkeit
Sonntag, 30.12.2007
Prof. Dr. Andreas Wirsching (Universität Augsburg)
1989/90: Der "Abschied vom Provisorium" und die Perspektiven einer integrierten deutschen Nachkriegsgeschichtsschreibung
Das Gespräche können Sie mindestens bis April 2008 in unserem Audio-On-Demand-Player nachhören.
Sonntag, 25.11.2007
Prof. Dr. Norbert Frei (Universität Jena)
NS-Zeit und Kriegserfahrung als gemeinsamer Ausgangspunkt und als Steinbruch der beiden deutschen Gründungserzählungen
Sonntag, 2.12. 2007
Prof. Dr. Anselm Doering-Manteuffel (Universität Tübingen)
Der Kampf um "Frieden" und "Freiheit" in der Systemrivalität des Kalten Krieges
Sonntag, 9.12.2007
Prof. Dr. Edgar Wolfrum (Universität Heidelberg)
Mentalitätsumbruch und Wertewandel in Ost- und Westdeutschland während der 60er und 70er Jahre
Sonntag, 16.12.2007
Prof. Dr. Ralph Jessen (Universität Köln)
Der ökonomische Strukturwandel der 70er und 80er Jahre und die Rolle von Wissenschaft und Technik im Systemkonflikt
Sonntag, 23.12.2007
Prof. Dr. Hans Günter Hockerts (Universität München)
Gemeinsame Wurzeln und getrennte Wege deutscher Sozialstaatlichkeit
Sonntag, 30.12.2007
Prof. Dr. Andreas Wirsching (Universität Augsburg)
1989/90: Der "Abschied vom Provisorium" und die Perspektiven einer integrierten deutschen Nachkriegsgeschichtsschreibung