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StartseiteMauersplitter"Wenn das weitergeht, ist die friedliche Revolution in Gefahr"17.01.2015

Angst vor der Eskalation"Wenn das weitergeht, ist die friedliche Revolution in Gefahr"

17. Januar 1990. Volkskammerpräsident Günter Maleuda zur angespannten Lage in der DDR.

Günther Maleuda, ehemaliger Vorsitzender der Bauernpartei der DDR und Volkskammerpräsident in der Modrow-Regierung (picture alliance/dpa/Jan-Peter Kasper)
Günther Maleuda, ehemaliger Vorsitzender der Bauernpartei der DDR und Volkskammerpräsident in der Modrow-Regierung (picture alliance/dpa/Jan-Peter Kasper)

Reporter: "Wir haben die Vorfälle vor dem Palast der Republik erlebt, vor dem Staatsrat, Normannenstraße - haben Sie Angst, dass die Situation jetzt doch noch außer Kontrolle geraten könnte?"

Maleuda: "Ich hoffe eigentlich, dass diese Vorkommnisse Anstoß für grundlegende Überlegungen sein werden für alle politischen Kräfte, Einhalt zu gebieten und zu sagen: 'Wir sind am Rande der Eskalation.' Wenn das weitergeht, ist die friedliche Revolution in Gefahr, sind die Vorhaben, die wir uns gestellt haben für die Ausgestaltung der Reformen, für die gute Vorbereitung der Wahlen am 6. Mai in Gefahr und ich glaube, dass kann nicht im Interesse, weder der Bürger, noch einer politischen Gruppierung liegen. Deshalb bin ich sehr dafür, dass wir uns alle, insbesondere auch am Runden Tisch, dass sich alle Parteien und Bewegungen und Organisationen ihrer großen Verantwortung bewusst sind."

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