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Anhörung des FBI-Chefs"Die Luft für Trump wird dünner"

Comey sitzt an einem Tisch, auf dem sein Namensschild steht und blickt in die Kamera. Hinter ihm sitzen andere Personen
FBI-Chef James Comey bei der Anhörung im Kongress

Die Äußerungen von FBI-Chef Comey vor dem US-Kongress bringen Präsident Trump in eine noch schwierigere Lage, meint die Politikwissenschaftlerin Cathryn Clüver. Bald schon könnten Rufe nach einem Impeachment laut werden - also einer Amtsenthebung.

Es werde für Trump schwieriger, "mit gezieltem Bohei nach außen von der Faktenlage abzulenken", sagte Clüver im Deutschlandfunk. FBI-Chef Comey hatte gestern im Kongress ausgesagt, dass das FBI mögliche Absprachen zwischen dem Trump-Team und der russischen Regierung während des Wahlkampfs untersuche.

Spätestens, wenn in zwei bis drei Monaten ein nahtloser Bericht der Bundesbehörden zu diesen Vorgängen abgeschlossen sei, würden Rufe nach einem Impeachment, einer Amtsenthebung Trumps, lauter und aggressiver werden. Es gebe bereits Republikaner, die bereit seien, gegen Trumps Politik anzukämpfen. "Die Luft für Trump wird dünner".

Die Russland-Affäre hatte Trumps Regierung bereits kurz nach Amtsantritt belastet. Der Nationale Sicherheitsberater Flynn musste zurücktreten, weil herausgekommen war, dass er über seine Telefonate mit dem russischen Botschafter gelogen hatte.
Der ehemalige Chef des Bundesnachrichtendienstes, August Hanning, bezeichnete die Ermittlungen gegen Trump als "absolut gravierenden, einmaligen Vorgang".

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