Freitag, 15.12.2017
StartseiteCampus & Karriere(K)ein Abschied vom Acht-Stunden-Tag18.11.2017

Arbeitsleben 4.0(K)ein Abschied vom Acht-Stunden-Tag

Die IG Metall fordert eine zeitweise Arbeitszeitreduzierung auf 28 Wochenstunden, Arbeitgeber hingegen sprechen sich für bis zu 48 Stunden Arbeit pro Woche aus. Klar ist: Im Zuge der Digitalisierung verändert sich die Arbeitswelt. Doch wie kann man diese gleichzeitig effektiver wie auch arbeitnehmerfreundlich gestalten?

Moderation: Regina Brinkmann

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Stress, keine Zeit für die Familie, Überarbeitung: Viele Arbeitnehmer wünschen sich zumindest zeitweise die Möglichkeit einer Arbeitszeitreduzierung (imago stock&people/ Westend61)
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Einen klassischen Acht-Stunden-Tag sowie eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, das wünschen sich die meisten Deutschen laut aktueller Umfragen. In bestimmten Fällen solle auch weniger gearbeitet werden, findet die IG Metall. Die Gewerkschaft möchte in ihren gerade begonnenen Tarifverhandlungen einen radikalen Wandel in den Betrieben herbeiführen. Beschäftigte sollen sogar zeitweise auf 28 Stunden pro Woche reduzieren können - etwa, wenn sie kleine Kinder haben oder Angehörige pflegen.

 Acht-Stunden-Tag überholt?

Mit solchen Positionen rennen die Beschäftigten bei Unternehmern allerdings keine offenen Türen ein. Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer hat der IG Metall beispielsweise Realitätsverlust vorgeworfen und hält auch den Acht-Stunden-Tag für völlig überholt.

Ähnlich sehen es die Wirtschaftsweisen und empfehlen der künftigen Regierung, eine maximale Wochenarbeitszeit festzulegen und von Ruhezeiten abzuweichen, um die Arbeitszeit flexibler verteilen zu können.

Campus & Karriere fragt: Ist der klassische Acht-Stunden-Tag nicht mehr zeitgemäß? Brauchen wir neue Arbeitszeitmodelle und wenn ja, welche? Wie ändern sie das Betriebsklima und unsere Arbeitskultur? Wie flexibel wollen oder müssen Arbeitnehmer künftig sein? Wie sollten Unternehmen Arbeit organisieren, damit es nicht zu Überstunden und Überlastung kommt?

Gesprächsgäste sind:

- Hubertus Porschen, Bundesvorsitzender des Verbands Die jungen Unternehmer

- Knut Giesler, Bezirksleiter der IG Metall Nordrhein-Westfalen

- Andreas Hoff,  Arbeitszeitexperte (Dlf-Landesstudio Potsdam)

Beiträge:

Thomas Wagner: 40 oder lieber 28 Stunden? Welche Arbeitszeitmodelle sind gewünscht?                                            

Carsten Schmiester: Vorbild Skandinavien. Sechs Stunden am Tag reichen auch

Eine Sendung mit Hörerbeteiligung über Telefon 00800 / 44 64 44 64 oder per Mail: campus@deutschlandfunk.de

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