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StartseiteWirtschaft am MittagBahn soll sicherer und sauberer werden29.03.2012

Bahn soll sicherer und sauberer werden

Konzernchef Rüdiger Grube stellt Strategie "DB 2020" vor

Heute hat die Deutsche Bahn in Berlin Bilanz gezogen und fast ausschließlich gute Ergebnisse für das abgelaufene Jahr 2011 präsentiert: bei Umsatz, bei Gewinn und bei der Zahl der Fahrgäste. Mithilfe der neuen Strategie "DB 2020" soll sich der Umsatz des Konzerns innerhalb von zehn Jahren verdoppeln.

Von Dieter Nürnberger

Bahnchef Rüdiger Grube verspricht eine leuchtende Zukunft für den Konzern.  (Deutschlandradio - Bettina Straub)
Bahnchef Rüdiger Grube verspricht eine leuchtende Zukunft für den Konzern. (Deutschlandradio - Bettina Straub)

"Wir befinden uns auf dem richtigen Weg, aber wir sind noch nicht am Ziel." Mit dieser positiven Einschätzung von Bahnchef Rüdiger Grube präsentierte der Konzern fast ausschließlich gute Ergebnisse für das abgelaufene Jahr 2011. In Einzelfällen sind es sogar Rekordzahlen für die Deutsche Bahn. So waren fast zwei Millionen Passagiere mit den Zügen unterwegs, so viel nie wie zuvor. Ein Plus von 1,6 Prozent. Im Schienengüterverkehr betrug das Plus sogar 5,8 Prozent, und das, obwohl es sich zum Jahresende abgeschwächt hatte. Kleiner Wermutstropfen: Im Personenfernverkehr musste ein leichtes Minus verzeichnet werden. Grund könnten hier auch rege Bautätigkeiten gewesen sein. Doch im Großen und Ganzen sei 2011 mehr als ein stabiles Jahr gewesen. Rüdiger Grube:

"Der Umsatz für den Gesamtkonzern beträgt in Summe 37,9 Milliarden Euro. Das entspricht einem Wachstum von zehn Prozent. Wir haben innerhalb von zwei Jahren – seit der Weltwirtschaftskrise 2009 – um circa neun Milliarden Euro unseren Umsatz ausbauen können."

Der Betriebsgewinn 2011 kletterte um fast ein Viertel auf 2,3 Milliarden Euro. Somit konnte auch im zweiten Jahr hintereinander wieder eine Dividende an den Bund ausgeschüttet werden. Höhe: 525 Millionen Euro.

Derweil geht der Streit auf politischer Ebene über die Ausrichtung des Konzerns weiter. Bei der gestrigen Aufsichtsratssitzung prallten die Gegensätze innerhalb der schwarz-gelben Koalition aufeinander. So verlangen FDP-Mitglieder eine stärkere Unabhängigkeit des Schienennetzes von der Bahn, die Liberalen sehen sich hierin auch von der EU bestärkt. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) erneuerte hingegen seine Position.

"Ich bekenne mich uneingeschränkt zum Prinzip des integrierten Konzerns."

Als Antwort wohl auch auf diese generelle Auseinandersetzung präsentierte der Bahnkonzern heute eine neue Strategie mit der Bezeichnung "DB 2020". Rüdiger Grube verspricht hierin durchaus vollmundig eine leuchtende Zukunft.

"Unser Ziel sind 70 Milliarden Euro Umsatz bis 2020. Das ist eine Verdopplung des Umsatzes innerhalb von 10 Jahren. Wir werden also weiter kräftig investieren, bis 2020 reden wir über ein Gesamtinvestment von 86 Milliarden Euro. Davon werden allein 34 Milliarden Euro Eigenmittel darstellen. Ein großer Teil davon geht in die Erneuerung unserer Fahrzeuge."

Grube spricht von einem ganzheitlichen Konzept: Die Bahn soll im Jahr 2020 sicherer, sauberer und finanziell solide agieren. Das soll sich auch bei den Arbeitsplätzen bemerkbar machen: So plant der Konzern bis zu 7.000 Neueinstellungen pro Jahr bis zum Zieljahr 2020.

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