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StartseiteSport am Wochenende"Wenn er einen Funken Anstand hätte, würde er von sich aus zurücktreten"26.04.2015

Causa Rolf Beilschmidt"Wenn er einen Funken Anstand hätte, würde er von sich aus zurücktreten"

"Wenn er einen Funken Anstand hat, würde er von sich aus zurücktreten", sagte Henner Misersky, ehemaliger Leistungssportler in der DDR, über den ehemalige Stasi-Spitzel Rolf Beilschmidt an der Spitze des Landessportbundes Thüringen. Kader wie Beilschmidt seien für Systemdoping verantwortlich gewesen.

Henner Misersky im Gespräch mit Philipp May

Rolf Beilschmidt pflegte als späterer einflussreicher Funktionär bis zur Wende eine intensive und vertrauliche Zusammenarbeit mit der Stasi. (picture-alliance / dpa / Soeren Stache)
Rolf Beilschmidt pflegte als späterer einflussreicher Funktionär bis zur Wende eine intensive und vertrauliche Zusammenarbeit mit der Stasi. (picture-alliance / dpa / Soeren Stache)
Weiterführende Information

Stasi-Verstrickungen im Sport - DOSB entscheidet in Causa Beilschmidt
(Deutschlandfunk, Sport am Wochenende, 26.04.2015)

Debatte bei den Doping-Opfern - Jahn bezieht Stellung zu Stasi-Spitzel
(Deutschlandfunk, Sport am Wochenende, 18.10.2014)

DDR-Aufarbeitung - Schwere Vorwürfe gegen Rolf Beilschmidt
(Deutschlandfunk, Sport am Wochenende, 11.10.2014)

Nachdem belastendes Material aufgetaucht war, hätte er seinen Posten ruhen sollen. Stattdessen habe er bei der Olympiabewerbung in der Frankfurter Paulskirche gesessen. Damit führe der Sport, der seinen moralischen Anspruch vor sich her trage, diesen ad absurdum.

Eines DOSB-Ausschusses zur Causa Beilschmidt hätte es nicht bedurft, so Misersky. Stattdessen hätte es eine prinzipielle Regelung geben sollen, die belastete Nomenklaturkader von Sport und Bildungssystem ausschließen. Überläufer seien aber direkt vom bundesdeutschen Sport integriert worden. Die Täter von gestern seien die Aktivisten von heute.

Das vollständige Gespräch können Sie als Audio-on-Demand nachhören.

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