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StartseiteDossierDie Kommunistin im Auswärtigen Amt17.05.2013

Die Kommunistin im Auswärtigen Amt

Ilse Stöbe, Kurierin der Roten Armee

Ilse Stöbe, geboren am 17. Mai 1911 wurde am 22. Dezember 1942 zusammen mit Harro Schulze Boysen und anderen Mitgliedern der "Roten Kapelle" hingerichtet, obwohl sie nicht zu dieser Gruppe gehörte. Sie hatte im Auswärtigen Amt gearbeitet und dem Nachrichtendienst der Roten Armee wichtige Informationen zugespielt, darunter den Termin des Angriffs auf die Sowjetunion.

Von Sabine Kebir

Helmut Kindler (1991) widmete Ilse Stöbe in seiner 1991 erschienenen Autobiografie viele emphatische Seiten (picture alliance / dpa)
Helmut Kindler (1991) widmete Ilse Stöbe in seiner 1991 erschienenen Autobiografie viele emphatische Seiten (picture alliance / dpa)

Die sie am besten kannten, haben über sie geschwiegen: ihr erster Lebenspartner, Rudolf Herrnstadt, bis 1953 Chefredakteur des Neuen Deutschland, und ihr letzter Gefährte, Carl Helfrich, lange Jahre Chefredakteur des Hessischen Rundfunks.

Aber Theodor Wolff, der bedeutendste Journalist der Weimarer Republik, dessen Sekretärin Ilse Stöbe gewesen war, hat im französischen Exil 1937 einen fulminanten Roman über sie geschrieben.

Und der Publizist und Verleger Helmut Kindler widmete ihr in seiner 1991 erschienenen Autobiografie viele emphatische Seiten. Noch fehlt ihr Name auf der Gedenktafel des heutigen Auswärtigen Amts für die Widerständler gegen Hitler.

Produktion: DLF 2013

Im Juni 2013 erscheint zum Thema das Buch:

Hans Coppi / Sabine Kebir: Ilse Stöbe: Wieder im Amt. Eine Widerstandskämpferin in der Wilhelmstraße.
Mit einem Vorwort von Johanna Bussemer und Wolfgang Gehrcke.
Eine Veröffentlichung der Rosa-Luxemburg-Stiftung
160 Seiten, 14,80 Euro
ISBN 978-3-89965-569-8

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