Wissenschaft im Brennpunkt / Archiv /

 

Dr. Karl erklärt die Welt

Was Sie schon immer von der Wissenschaft wissen wollten

Von Ralf Krauter

Karl Kruszelnicki: Dr. Karls neue Geschichten aus der Wissenschaft
Karl Kruszelnicki: Dr. Karls neue Geschichten aus der Wissenschaft (Piper Verlag)

Wissenschaft. – Wissenschaft kann richtig spannend, zum Teil skurril und vor allem unglaublich alltäglich sein. Diesen Beweis zu liefern bemüht sich eine ganze Reihe von Sammelwerken. Ein gut gelungenes stammt von einem australischen Physikprofessor, das es rund neun Jahre nach der Erstauflage "down under" auch nach Deutschland geschafft hat.

In Australien ist Dr. Karl längst eine Legende. Der Physikprofessor aus Sydney hat sich als Radio- und TV-Moderator einen Namen gemacht, weil er die wissenschaftliche Erklärung alltäglicher Phänomene geschickt unters Volk zu bringen versteht. Wer schon immer mal wissen wollte, wie ganze Städte im Treibsand versinken können, warum Bakterien am liebsten in Schleimstädten leben oder warum die meisten Mütter ihr Baby auf dem linken Arm halten – Dr. Karl liefert die Antwort in Form kleiner Geschichten, die allesamt allgemeinverständlich sind, ohne dabei wissenschaftliche Korrektheit eingebüßt zu haben: Wissenschaft durch die Hintertür sozusagen. Nach der Lektüre hat man eine Menge Dinge gelernt, die einfach nett zu wissen sind.

Fazit: Eine ausgezeichnete Vorbereitung für den Small-Talk auf der nächsten Cocktail-Party. Einziges Manko: Das Original ist in Australien bereits 1997 erschienen und wurde vor der Übersetzung leider nicht aktualisiert. Das Kapitel über Gravitationswellen zum Beispiel ist deshalb nicht auf dem aktuellen Stand.

Karl Kruszelnicki: Dr. Karls neue Geschichten aus der Wissenschaft, oder warum Hühner nicht auf Pink Floyd stehen
ISBN: 3-492-04656-8
Piper-Verlag, 240 Seiten, 17,90 Euro

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Wissenschaft im Brennpunkt

High-tech in der TierforschungEin Storch geht online

Drei Störche liegen in ihrem Nest, "Storchenvater" Wolfgang Schäfle schaut auf sie herunter.

Immer leistungsfähigere Mini-Computer und Sender am Körper wild lebender Tiere machen es möglich, Wanderwege, Gruppenverhalten und Körperfunktionen in Echtzeit zu untersuchen, vom Schmetterling bis zum Weißen Hai. In Radolfzell am Bodensee verfolgen Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Ornithologie die Flugbewegungen von Störchen mit Sendern. Drei dieser Störche wurden jetzt nach der Deutschlandfunk-Sendung "Wissenschaft im Brennpunkt" benannt.

Forschen im AuslandBoston oder Berlin?

Blick auf den East River mit Manhattan im Hintergrund, aufgenommen vom Ufer in Williamsburg, Brooklyn, New York am 22.06.2014.

Wer forschen will, den zieht es in die USA – das ist seit Jahrzehnten so und wird wohl auch in Zukunft so bleiben. Und es ist gut, denn in Amerika lernen die deutschen Nachwuchswissenschaftler andere Arbeitsweisen kennen und können sich ein internationales Netzwerk aufbauen.

Versenkte MunitionBomben in der Tiefe

Ein Taucher schwimmt in einem Wrack, in dem von Algen überwachsene Fässer herumliegen.

Seit dem Zweiten Weltkrieg sind fast 70 Jahre vergangen, aber bis heute schlummern in den Ozeanen der Welt Millionen Tonnen Munition. Sie zu bergen ist extrem aufwendig - und für die Taucher nicht ganz ungefährlich.