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StartseiteCorsoEin echter Amerikaner09.01.2012

Ein echter Amerikaner

Corsogespräch mit Lutz Hachmeister über seine McCarthy-Dokumentation

Der amerikanische Kommunistenjäger McCarthy ist auch in Deutschland ein Synonym für die politische Verfolgung und Stigmatisierung von Andersdenkenden geworden. Er war Farmerssohn und verglich seine unermüdliche Hatz auf Kommunisten mit der Jagd auf Stinktiere.

Im Gespräch mit Achim Hahn

Joseph McCarthy mit zwei Beratern während einer Anhörung am 26.4.1954 (AP Archiv)
Joseph McCarthy mit zwei Beratern während einer Anhörung am 26.4.1954 (AP Archiv)

Joseph McCarthy sah den amerikanischen Staatsapparat kommunistisch unterwandern und wurde in den USA zum wohl berühmtesten Hexenjäger der 50er-Jahre. Dabei war er wohl nichts anderes als ein opportunistischer Politiker, der sich durch seine unbelegten Behauptungen selbst sein politisches Amt als Senator bewahren wollte. Sich selbst stilisierte er als den wahren Amerikaner - und das scheint in den USA auch heute ein wichtiges politisches Argument zu sein.

Der Medienhistoriker und Dokumentarfilmer Lutz Hachmeister bringt nun über die Karriere dieses Politikers ein Dokudrama mit aufwendig inszenierten Spielszenen, seltenem Archivmaterial und einem effektvollen Soundtrack in die Kinos. Hachmeister über den Kommunistenjäger: "Er war eine One-Man-Show, er hat das damalige Schwarz-Weiß-Fernsehen stark benutzt. In dem Sinne war er ein sehr moderner Politikertyp".

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