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StartseiteSport am WochenendeEin bedrohtes Turnier01.01.2016

EM 2016Ein bedrohtes Turnier

Frankreich kann sich für die Heim-EM vom 10. Juni bis 10. Juli wohl nur gedämpfte Hoffnungen auf ein Sommermärchen marchen. 11-Freunde-Redakteur Christoph Biermann macht dafür Sicherheits- sowie sportliche Gründe aus.

Christoph Biermann im Gespräch mit Matthias Friebe

Stade de France in Paris bei Nacht (dpa / picture-alliance / John Walton)
Im Stade de France in Paris wird der Europameister 2016 gekürt (dpa / picture-alliance / John Walton)

Können sich Fußball-Fans auf die Europameisterschaft 2016 in Frankreich freuen? Christoph Biermann hat da seine Zweifel, zunächst einmal aus Sicherheitsgründen. "Möglicherweise ist das wirklich ein etwas bedrohtes Fußball-Turnier", sagte der Redakteur des Fußballmagazins 11 Freunde im DLF.  Daneben machte er für seine Zweifel auch sportliche Gründe aus – wegen der Steigerung der Teilnehmerzahl von 16 auf 24 Mannschaften. "So etwas trägt wie auch bei der WM nicht unbedingt dazu bei, dass ein Fußball-Turnier besser wird, sondern einfach nur länger."

Biermann verwies darauf, dass auch einige "no names" zur EM kommen wie zum Beispiel Island. Die hätten sich auch qualifiziert, wenn der Teilnehmerkreis kleiner gewesen wäre. "Das ist eine interessante Mannschaft aus einem Land, wo es weniger als 350.000 Einwohner gibt. Das ist schon unglaublich." Vieles werde aber aufgebläht und der Spaß eher übersichtlich sein.

Biermann setzt dennoch auf die internationale Fan-Atmosphäre "Die kann durchaus bereichernd sein. Von den äußeren Umständen her könnte das eine sehr bunte und atmosphärisch auch sehr schöne Angelegenheit werden."

Mit Innovationen oder Überraschungen rechnet Biermann bei der EM nicht. Früher waren Welt- oder Europameisterschaften eine "Weltmesse des Fußballes, wo man sich gegenseitig Ideen gezeigt hat." Inzwischen sei die Champions League in Europa das große "Fußball-Taktik-Laboratorium."

Als Titel-Favoriten nennt Biermann Deutschland, Belgien, Frankreich und Spanien. Außenseiterchancen räumt er England ein.

Das vollständige Gespräch können Sie bis mindestens 01. Juli nachhören.

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