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StartseiteCampus & KarriereLernen, wie es die anderen machen22.06.2017

Erasmus+ für Hochschulpersonal Lernen, wie es die anderen machen

Ob Studienberater, Verwaltungsangestellter oder Marketing-Mitarbeiter: Auch Angestellte an Hochschulen, die nicht in der Wissenschaft tätig sind, erhalten durch Erasmus+ die Chance zu einer geförderten Fortbildung im Ausland. Die Hochschulen erhoffen sich davon neue Impulse für ihre Organisation.

Thomas Hoffmann im Gespräch mit Benedikt Schulz

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Drei Menschen schauen in einen Computer  (imago stock&people)
Mobilitätsmaßnahmen an Hochschulen sollen Mitarbeitern aus der Hochschulverwaltung Einblicke in europäische Partnereinrichtungen ermöglichen. (imago stock&people)

Thomas Hoffmann vor einer EU-Flagge (T. Bergknapp)Thomas Hoffmann (T. Bergknapp)Thomas Hoffmann ist Referent für Internationales der Hochschule Nordhausen und Erasmus+ Hochschulkoordinator. Er berät sowohl Studierende und Beschäftigte der Hochschule, die einen Auslandsaufenthalt anstreben als auch Gast-Lehrende aus dem Ausland, die über Erasmus+ nach Deutschland kommen.

Die wichtigsten Informationen im Überblick:

Welche Voraussetzungen muss ein Hochschulangestellter erfüllen, um eine Erasmus-Förderung zu erhalten?

Alle Beschäftigten an Hochschulen sind grundsätzlich förderfähig. Voraussetzung für eine Erasmus+ Förderung ist der Abschluss eines so genannten Mobility Agreements mit einer aufnehmenden Einrichtung (Hochschule, Unternehmen, etc.) in einem Teilnehmerstaat des Erasmus+ Programms. In diesem sollte die Ziele, das Programm und die Betreuung des angestrebten Aufenthalts so genau wie möglich beschrieben werden. Das Agreement unterschreiben müssen die aufnehmende Einrichtung, der/die Mobilitätsteilnehmer/in und die entsendende Einrichtung (also der Hochschule).

Die Mindestaufenthaltsdauer beträgt zwei Tage, die Höchstförderdauer 60 Tage. Die meisten Personalmobilitäten dauern eine Woche, weil mehr Zeit in der Regel nicht zur Verfügung steht.

Was sind oft Schwierigkeiten auf dem Weg zur Erasmus-Förderung?

Geringe Fremdsprachenkenntnisse stellen beim Personal in Verwaltung und Technik manchmal ein Mobilitätshindernis dar.

Wie können diese Schwierigkeiten vermieden werden?

Idealerweise bietet jede Hochschule im Rahmen ihres Weiterbildungsprogramms für Beschäftigte auch zielgruppenspezifische Sprachkurse, insbesondere Englisch, an. Wenn diese noch um Kurse in interkultureller Kommunikation ergänzt werden, entsteht ein Paket "sprachliche und interkulturelle Kompetenz", das an der Hochschule (also beim Arbeitgeber) vorbereitet wird und anschließend während einer Mobilitätsphase in Europa gefestigt wird.

Was leistet das Erasmus-Programm aus Ihrer Sicht?

Die Erasmus+ Personalmobilitätsmaßnahmen tragen wesentlich zur interkulturellen Öffnung des Hochschulpersonals bei. Insgesamt trägt das Erasmus+ Programm nicht nur zur europäischen Mobilität, sondern insbesondere zur Entwicklung einer europäischen Identität bei.

Je mehr Menschen sich zuerst als Europäer und erst dann als Bürger eines Einzelstaates verstehen, desto stärker ist der europäische Gedanke und desto gefestigter ist die Europäische Union. Das Erasmus+ Programm leistet einen wesentlichen Beitrag zu Frieden und Verständigung in Europa und darüber hinaus, wenn man die (weltweite) Mobilität mit Partnerländern bedenkt.

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