Kultur heute / Archiv /

 

"Erinnerung an viele saftige Gestalten"

Zum Tod des UFA-Schauspielers Carl Raddatz

Von Heinz Ritter

Carl Raddatz - Archivbild vom 12. November 1988. Archivbild. Raddatz starb am 19. Mai 2004 im Alter von 92 Jahren in Berlin.
Carl Raddatz - Archivbild vom 12. November 1988. Archivbild. Raddatz starb am 19. Mai 2004 im Alter von 92 Jahren in Berlin. (AP)

<strong> Nur wenige Tage nach Marika Rökk hat sich ein weiterer großer Schauspieler von seiner irdischen Besetzungsliste streichen lassen: Carl Raddatz ist am 19. Mai 2004 im hohen Alter von 92 Jahren in Berlin gestorben. Raddatz war einer der letzten noch lebenden Filmstars der UFA-Zeit und einer der profiliertesten Bühnendarsteller Deutschlands. </strong>

Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Nachruf:

Er war einmal ein höchst begehrtes Mannsbild im deutschen Theater und Film. In seiner Jugend war Carl Raddatz Draufgänger und Raubein, Liebhaber und Ritterkreuzträger von geradezu filmsüchtiger Besessenheit. Auch im Theater hat er die ganzen Kerle geliebt, sie aber mit brüchigen Zügen ausgestattet. Carl Raddatz kam aus jener Landschaft, aus der auch sein Herzensdramatiker mit dem gleichen Vornamen, Carl Zuckmayer, beheimatet war. Er war Mannheimer und in Mannheim begann auch seine Theaterlaufbahn.

Später stellte er einen wohl einmaligen Rekord auf. In drei Zuckmayer-Rollen stand er gleichzeitig auf den Brettern des Berliner Schiller- und Schlossparktheaters: als Hauptmann von Köpenick, als des Teufels General und als Vater der Katherina Knie führte er die Skala seiner Herzenstöne vor. In Samuel Becketts "Warten auf Godot" blieb er ebenfalls nachhaltig in Erinnerung. Schmerzlich war Raddatz' Trennung vom Theater, als es unter dem Intendanten Heribert Sasse 1987 zur Kündigung kam.

Seine knurrige Stimme bleibt präsent in alten Filmen, die das Fernsehen wiederholt. Raddatz war der Synchronsprecher unter anderem von Humphrey Bogart, Burt Lancaster und Kirk Douglas. Das wird bleiben und die Erinnerung an viele saftige Gestalten des rauen, aber herzlichen Komödianten Carl Raddatz.

Sie können den gesamten Beitrag mit Originaltönen von Carl Raddatz als mp3 hören.

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Kultur heute

PostkartenSchatzkammer des Kubismus

Besucher der Ausstellung 'Cubism: The Leonard A. Lauder Collection'  schauen auf Bilder, die an der Wand hängen.

Leonard Lauder hat in den vergangenen vier Jahrzehnten kubistische Meisterwerke zusammengetragen. Dabei konzentrierte er sich auf vier Künstler: Pablo Picasso, George Braque, Juan Gris und Fernand Léger. Seine Sammlung hat er nun dem Metropolitan Museum vermacht, wo sie derzeit einen prominenten Platz erhält.

Kultur heute Die Sendung vom 22. Oktober 2014

Provenienz-Ausstellung in Bremen"Bekenntnis zur Aufarbeitung deutscher Geschichte"

Die Kunsthalle Bremen mit neuem Anbau

Die Herkunft vieler vor allem im Nationalsozialismus gehandelter Bilder in deutschen Museen ist ungeklärt. Die Kunsthalle Bremen zeigt nun in einer Ausstellung den Weg dreier Sammlungen durch den Nationalsozialismus. Die stellvertretende Direktorin erklärt, warum sie das Wagnis eingeht, dadurch Bilder ihrer Sammlung zu verlieren.

 

Kultur

PostkartenSchatzkammer des Kubismus

Besucher der Ausstellung 'Cubism: The Leonard A. Lauder Collection'  schauen auf Bilder, die an der Wand hängen.

Leonard Lauder hat in den vergangenen vier Jahrzehnten kubistische Meisterwerke zusammengetragen. Dabei konzentrierte er sich auf vier Künstler: Pablo Picasso, George Braque, Juan Gris und Fernand Léger. Seine Sammlung hat er nun dem Metropolitan Museum vermacht, wo sie derzeit einen prominenten Platz erhält.

IkonografieAktdarstellung im Wandel der Zeit

Eine Frau bindet sich den Büsternhalter zu

Eine Gesamtdarstellung zum Akt in der Kunstgeschichte hat die Kunsthistorikerin Sabine Poeschel vorgelegt. Unter dem Titel "Starke Männer, schöne Frauen" wirft sie auch Fragen nach der Funktionalität des Aktes auf, die vor dem Hintergrund aktueller Pornografie-Skandale an Brisanz gewonnen haben.

Provenienz-Ausstellung in Bremen"Bekenntnis zur Aufarbeitung deutscher Geschichte"

Die Kunsthalle Bremen mit neuem Anbau

Die Herkunft vieler vor allem im Nationalsozialismus gehandelter Bilder in deutschen Museen ist ungeklärt. Die Kunsthalle Bremen zeigt nun in einer Ausstellung den Weg dreier Sammlungen durch den Nationalsozialismus. Die stellvertretende Direktorin erklärt, warum sie das Wagnis eingeht, dadurch Bilder ihrer Sammlung zu verlieren.