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StartseiteDossierEs sah aus wie Zukunft16.07.2010

Es sah aus wie Zukunft

Der Uranerzbergbau in der DDR

Im Juli 1955 kam es zum folgenschwersten Grubenunglück in der DDR: Bei dem Versuch, fünf eingeschlossene Kumpel zu befreien, starben 32 Mitglieder einer Rettungsmannschaft. Sie wurden Opfer einer völlig dilettantischen und risikoreichen Aktion - und einer Politik, die den von der Sowjetunion in Sachsen und Thüringen betriebenen Uranbergbau bis dahin vollständig abgeschirmt und geheim gehalten hatte.

Von Rosemarie Mieder und Gislinde Schwarz

Schneebedeckten Spitzkegelhalden, bestehend aus strahlenbelasteten Material - trügerische Winteridylle bei Ronneburg in Ostthüringen. (AP)
Schneebedeckten Spitzkegelhalden, bestehend aus strahlenbelasteten Material - trügerische Winteridylle bei Ronneburg in Ostthüringen. (AP)

Begonnen worden war der Uranbergbau nach dem Krieg in alten Silber- und Erzgruben, die Jahrzehnte geruht hatten und zum Teil unter Wasser standen. Zum entsetzlichen Mangel an Maschinen und Energie kam das unerfahrene Personal. Die meisten der Männer waren zwangsverpflichtet.

Allein in den ersten Jahren zwischen 1946 und 1950 dürften weit über 1000 Bergleute ihr Leben verloren haben.

All dies wurde größtenteils geheim gehalten. Aber das Unglück von Niederschlema ließ sich nicht mehr vertuschen – und stellte einen Wendepunkt für den gesamten Bergbau der DDR dar.

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