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StartseiteSport am WochenendeSchlechtes Image vergrault Sponsor02.11.2014

FIFASchlechtes Image vergrault Sponsor

Seine Imageprobleme kosten die FIFA offenbar einen langjährigen Hauptsponsor. Den Ausfall der Einnahmen scheint den Fußballweltverband jedoch auffangen zu können.

Von Hans-Jürgen Maurus

Der Präsident des Weltfußballverbandes FIFA, Sepp Blatter, schaut nachdenklich. (Soeren Stache, dpa/picture-alliance)
Der Präsident des Weltfußballverbandes FIFA, Sepp Blatter (Soeren Stache, dpa/picture-alliance)

Auf der FIFA Webseite steht die Fluggesellschaft Emirates aus Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten noch in der ersten Reihe der sechs Hauptsponsoren der FIFA zusammen mit ADIDAS, Coca-Cola, Hyundai, Sony und Visa, doch trägt sich Emirates mit dem Gedanken auszusteigen, heißt es in mehreren Medienberichten, wohl wegen der Imageprobleme des Fußballweltverbandes. Emirates will wohl auf eine Verlängerung des zum Jahrsende auslaufenden Vertrags verzichten, und wenn es schlecht läuft springt auch der japanische Riesenkonzern Sony ebenfalls ab.

Das wäre ein herber Schlag für die erfolgsverwöhnten Manager um FIFA- Boss Sepp Blatter und dürfte die Aufmerksamkeit des Präsidenten erregen. Denn Blatter ist mächtig stolz, mit Big Bossen wie er selbst einer ist, noch größere Geschäfte zu machen, die Hauptsponsoren dürften mindestens je 40 Millionen Euro für die exklusiven Marketingrechte auf den Tisch blättern. Noch aber tweetet Blatter lieber über die jüngsten Werbegags auf der internationalen Raumstation oder schickt Photos von sich mit Russlands Präsident Wladimir Putin an die Tweetgemeinde, doch das muss nicht viel heißen.

Denn Blatter führt ein strenges Regime und will Ruhe an der Werbefront. Schon heißt es, dass Qatar Airways für Emirates und der koreanische Elektronikkonzern Samsung für Sony einspringen würden, falls die beiden bisherigen Hauptsponsoren abspringen. Doch allzu ruhig dürfte es kaum bleiben. Denn bereits im Juni hatten Adidas, Sony und Visa Juni Aufklärung über die merkwürdigen und dubiosen Umstände sowie die Korruptionsvorwürfe im Rahmen der Vergabe der WM an Katar verlangt. Dabei wurde daran erinnert, dass man erwarte, dass sich die FIFA von Integrität, ethischem Verhalten und Fairness halte. Die FIFA teilte lediglich mit, dass man mit Emirates und Sony im Gespräch sei.

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