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StartseiteCampus & KarriereGutes tun in Europa13.06.2017

FreiwilligendienstGutes tun in Europa

Mit dem Europäischen Freiwilligendienst (EFD) können junge Menschen für eine bestimmte Zeit in einem gemeinnützigen Projekt in Europa arbeiten und leben. Dabei gibt es nur eine Voraussetzung. Wie die Förderung funktioniert, erklärt Projektkoordinator Robert Helm-Pleuger.

Robert Helm-Pleuger im Gespräch mit Michael Böddeker

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Eine Bundesfreiwillige arbeitet in einer Kindertagesstätte mit einem Kind (dpa/picture alliance/Robert B. Fishman)
Freiwilligendienst im Ausland: Erasmus+ fördert junge Menschen zwischen 17 und 30 Jahren, die sich in Projekten engagieren (dpa/picture alliance/Robert B. Fishman)

Robert Helm-Pleuger Zu sehen ist Robert Helm-Pleuger von Projektkoordinator bei Eurodesk vor einem Mikrofon (Deutschlandradio / Nina Carbonetti)Robert Helm-Pleuger (Deutschlandradio / Nina Carbonetti)ist Projektkoordinator bei Eurodesk, einem europäischen Informationsnetzwerk mit Koordinierungsstellen in 34 Ländern und über 1.000 lokalen Servicestellen. In Deutschland arbeitet Eurodesk mit rund 50 regionalen und lokalen Partnern zusammen. Ziel des Netzwerkes ist es, Jugendlichen und Multiplikatoren der Jugendarbeit den Zugang zu Europa zu erleichtern.

Die wichtigsten Infos im Überblick:

Welche Voraussetzungen muss ein Freiwilliger erfüllen, um über Erasmus gefördert zu werden?

Die einzige Voraussetzung, die ein Jugendlicher zur Teilnahme am Europäischen Freiwilligen Dienst (EFD) mitbringen muss, ist das richtige Alter – sie/er muss zwischen 17 und 30 Jahre alt sein. Ansonsten gilt: Der EFD ist offen für alle Jugendliche – mit und ohne Schulabschluss, benachteiligte Jugendliche, Jugendliche mit oder ohne Migrationshintergrund.

Wie funktioniert die Förderung?

Jugendliche können nicht selbstständig einen Förderantrag für Erasmus+ bei der EU einreichen, dazu benötigt jede/r Interessent/in eine Entsendeorganisation in Deutschland (für die Antragstellung und Vorbereitung) und ein Aufnahmeprojekt im Ausland (das Projekt bei dem man dann den Freiwilligeneinsatz absolviert). Die Suche nach geeigneten Stellen gestaltet sich manchmal schwierig. 

Eurodesk berät Jugendliche über die verschiedenen Möglichkeiten, ins Ausland zu gehen. Auf der Website können sich junge Menschen zum Beispiel über Freiwilligendienste, internationale Jugendbegegnungen, Jobs und Praktika, Schulaufenthalte und Au-pair-Programme informieren.

Daneben informiert Eurodesk auch Fachkräfte, die mit jungen Menschen arbeiten, zu nationalen und europäischen Förderprogrammen in den Bereichen Europa, Jugend, Mobilität, Bildung, Kultur, Sport.

Da Eurodesk vom Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend und von der EU-Kommission gefördert wird, ist der Service kostenlos, neutral und trägerübergreifend.

Was sind oft Schwierigkeiten auf dem Weg ins Ausland?

Jugendliche wissen häufig nicht, welche Chancen das Erasmus+ Programm für sie bereit hält. Es fehlt an Information und Beratung. Häufig ist auch die Vorbereitungszeit zu knapp, da viele Jugendliche sich erst nach ihrem Schul- oder Berufsabschluss darum kümmern, wie es weiter geht.

Der Wunsch ins Ausland zu gehen kommt dann meist zu kurzfristig. Wir raten, dass sich Jugendliche mindestens 6 Monate vor der geplanten Ausreise um die entsprechenden Stellen bemühen.

Was leistet das Erasmus+-Programm - insbesondere der EFD?

Aus meiner Sicht gibt es zwei zentrale Leistungsbereiche des Erasmus+ Programms als Lernaufenthalte für junge Menschen. Zum einen den Gesellschaftlichen Vorteil den das Programm bewirkt:

  • Stärkung des Europäischen Bewusstseins und der Völkerverständigung 
  • Anti-Rassismus Förderung bei Jugendlichen
  • Aktive Friedensarbeit in einem geeinten Europa
  • Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen

Zum anderen die individuellen Vorteile für junge Menschen

  • Erhöhte Selbstständigkeit
  • Erlernen von interkulturelle Kompetenzen
  • Erhöhung der fremdsprachlichen Kompetenzen

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