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StartseiteDossierHauptsache Sport!07.07.2006

Hauptsache Sport!

Sport zwischen Kultur, Kult und Kommerz

Sport galt in den ersten beiden Nachkriegsjahrzehnten noch als die schönste Nebensache der Welt und wurde von Amateuren nach der Arbeit lustvoll in einem Kreis von Gleichgesinnten betrieben. Im Laufe der Jahre hat er sich in unserer Gesellschaft zu einer Hauptsache entwickelt, aufs engste verzahnt mit der Ökonomie, der Politik, der Kultur, der Wissenschaft und dem Mediensystem.

Sport, so wird allenthalben von Politikern, Sportfunktionären und -pädagogen verkündet, diene der sozialen Integration und fördere Toleranz und Fairness.  (AP)
Sport, so wird allenthalben von Politikern, Sportfunktionären und -pädagogen verkündet, diene der sozialen Integration und fördere Toleranz und Fairness. (AP)

Heute ist er zu einem hoch professionalisierten gesellschaftlichen System avanciert, das nicht nur das gesamte Alltagsleben durchdringt, sondern auch als Zivilisationsmacht begriffen wird. Sport, so wird allenthalben von Politikern, Sportfunktionären und -pädagogen verkündet, diene der sozialen Integration, fördere Toleranz und Fairness, leiste einen unverzichtbaren Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung und zur Gesundheit und sei obendrein geeignetes Instrument der Gewaltprävention. Joachim Weiner bestreitet in seinem Feature, dass der Sport die ihm unterstellten sozialen Funktionen in unserer Gesellschaft erfüllt. Mit Sport, so seine These, lassen sich schon deshalb keine sozialen Probleme lösen, weil er selbst ein veritables "soziales Problem" ist, das der kritischen Analyse bedarf.

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