• Deutschlandfunk bei Facebook
  • Deutschlandfunk bei Twitter
  • Deutschlandfunk bei Google+
  • Deutschlandfunk bei Instagram

 
Seit 16:35 Uhr Forschung aktuell
StartseiteSport am Wochenende"Hooligans werden zu moderner SA"01.02.2015

HOGESA"Hooligans werden zu moderner SA"

Am Freitag hat der Leipziger Pegida-Ableger, Legida, den Hooligans der Hogesa-Bewegung ausdrücklich für die Unterstützung gedankt. Olaf Sundermeyer, Journalist und Rechtsextremismusexperte sieht darin im DLF eine neue Gefahr.

Olaf Sundermeyer im Gespräch mit Philipp May

GERMANY, HANOVER : A participant holds up a German flag as far-right hooligans rally against Islamist extremism under the banner 'Hooligans against Salafism' (HoGeSa) at the former central bus station near the main train station, on November 15, 2014 in Hanover, central Germany. Around 5000 hooligans are expected to take part in the rally. AFP PHOTO / ODD ANDERSEN (AFP/Odd Andersen)
Teilnehmer der Anti-Islamismus-Demonstration von der HoGeSa in Hannover (AFP/Odd Andersen)

Bis vergangenen Freitag habe Pegida die offenkundige Verbindung zu rechtsextremen Hogesa-Aktivisten (Hooligans gegen Salafisten) stets geleugnet. Bei der Legida-Veranstaltung in Leipzig aber habe einer der Legida-Redner den Hooligans ausdrücklich dafür gedankt, dass sie als Schutztruppe fungierten. "Unter großem Jubel wurden sie zu einer allgemeinen Bürgerwehr stilisiert, zu einer modernen SA im Stadion, die Seite an Seite mit der Polizei für Recht und Ordnung sorgen soll", so Olaf Sundermeyer.

Der Journalist und Rechtsextremismus-Experte meint, die Politik müsse zu einer neuen Bewertung der Szene kommen. Noch im Herbst, vor den Krawallen von Köln Ende Oktober, sei man von wenigen hundert rechtsmotivierten Tätern im Sport ausgegangen. Das müsse im Rückblick auf Herbst und Winter und mit Blick auf die Verbindung von Pegida und Hogesa nun neu bewertet werden. "Deshalb hat die Landesinnenministerkonferenz auch für die kommenden Frühjahrskonferenz einen Bericht dazu angefordert."

Das Gespräch können Sie bis mindestens zum 1. August 2015 nachhören.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk