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StartseiteBüchermarktHommage an Louis Armstrong30.04.2006

Hommage an Louis Armstrong

Buch der Woche: "Jazztime" von Roddy Doyle

Der Roman "Jazztime" von Roddy Doyle ist so etwas wie geschriebene Jazzmusik. Es geht um den Jazz der mittleren Periode Armstrongs von 1927 bis 1930, von Kreole bis Swing, von Chicago bis in die Bronx. Das Buch lebt vom Wortwitz und der Schlagfertigkeit der Figuren.

Von Tanya Lieske

Trompete von Louis Armstrong in einer Ausstellung am Queens College in New York (AP Archiv)
Trompete von Louis Armstrong in einer Ausstellung am Queens College in New York (AP Archiv)

Man sagt, in den Familien hätten es die mittleren Kinder am schwersten. Ihnen ist weder die Aufmerksamkeit gegönnt, die das Erstgeborene genießt, noch die Fürsorge, die dem Nesthäkchen gilt. Mit literarischen Trilogien verhält es sich kaum anders. Oft hängt der mittlere Teil durch. Es gilt, die Leser bei der Stange zu halten, ohne das Fanal des Auftakts, ohne die Grazie eines Finales.

Der irische Autor Roddy Doyle ist ein erfahrener Trilogienschreiber. Also drückt er bei seinem jüngsten Roman "Jazztime" mächtig auf die Tube. Seit dem ersten Band der Trilogie ist immerhin ein halbes Jahrzehnt vergangen. Man muss sich besinnen. Wie war das noch mal mit "Henry, der Held"? "A Star called Henry", so heißt der Kerl im Original, wird um die Jahrhundertwende in Dublin geboren. Er ist der Sohn einer Knopfmacherin und eines einbeinigen Türstehers. Als Kind bewährt er sich auf den Straßen des Slums, als Jugendlicher gerät er in die Wirren des irischen Bürgerkriegs. Der junge Henry kämpft auf der Seite der irischen Rebellen, wegen seiner Kaltblütigkeit ist er bald ein gefragter Auftragskiller. Der gut aussehende Henry hat auch eine zarte Seite. In der Liebe zu seiner 14 Jahre älteren Lehrerin Miss O'Shea, die ihn lehrt, bis 54 zu zählen, erwacht Henrys menschliche Natur. Als die Rebellen an jenem mythisch verklärten Ostersonntag 1916 das Postamt in Dublin besetzen, treibt Henry es mit Miss O'Shea im Keller des Hauses. Die Szene ist sehr komisch, sehr frech, kaum ein irischer Autor hat den Mythos des Osteraufstands so sorgfältig zitiert und so komplett demontiert wie Roddy Doyle.

Henry der Draufgänger gerät zwischen die Fronten des Bürgerkriegs. Die Aufständigen wollen ihn lynchen. Henry flieht, erst nach England, dann nach Amerika. Als er dort eintrifft, ist er 23 Jahre alt, man schreibt den 16. März 1924, der zweite Band "Jazztime" beginnt.

Auch die Ankunft des Auswanderers in Ellis Island ist ein Topos der irischen Literatur. Wenn man die entsprechende Szene bei Roddy Doyle liest, hat man den Eindruck, auf das Zitat eines Zitats zu treffen. Das von ihm gezeichnete Bild wirkt so klischeehaft wie künstlich.

"sola delle lacrime, Träneninsel, Ellis Island. Hunderte von schlurfenden Füßen, eingesperrt unter der gewölbten Halle, in der Luft das Geraune der Millionen, die sie schon passiert hatten, die Schluchzer der Tausende, die man aufgehalten und zurück geschickt hatte. (...). Alte Männer versuchten, allzulang gekrümmte Rücken zu straffen, Mütter rubbelten rücksichtslos Farbe in die blassen Wangen ihrer Kinder. (....). Bruchstücke der neuen Sprache wurden ausprobiert, von Mund zu Mund gereicht."

Ein sentimentales Pastiche, dargereicht in einer ambitionierten Sprache. Man muss sich erinnern, dass hier Henry redet, der Straßengangster und Maulheld, der alle Gegner mit seinem flotten Dubliner Slang erledigt, notfalls mit der Knarre. Wenn Henry zu solch gewählten Formulierungen greift, kann das zweierlei bedeuten. Entweder der Ich-Erzähler ist auf der Überfahrt gereift, oder der Autor legt ein Register zu. Um es vorwegzunehmen, letzteres ist der Fall. Henry reift nämlich in den nächsten 20 Jahren, die im vorliegenden Band abgehandelt werden, überhaupt nicht. Roddy Doyle aber, bislang ein Virtuose des gesprochenen Dialogs, öffnet sich dem Experiment des Erzählens.

In seinem neuen Roman findet man alles, was es so gibt. Epische Passagen, Dialoge mal Stakkato mal ausführlich, innere Monologe und Erzählfetzen, Zeitraffungen und Dehnungen, unvermittelte Brüche, Wiederholungen, Zitate von früher Geschriebenem, Sprünge und Verschränkungen, die Liste ließe sich fortsetzen. Und als ob all dies nicht genügte, wird Sprache auch noch reflektiert in ihrer Eigenschaft als Mittel der Verfremdung und Verführung. Überall in New York springen Henry Werbesprüche entgegen. Sein erster Gelegenheitsjob ist der eines Sandwichmanns, das heißt, er läuft mit Reklamebrettern auf Bauch und Rücken durch Manhattan.

"Wörter, Wörter... Seit der Landung in Manhattan schaute ich sie mir an, Tag und Nacht. Hinein ins Vergnügen. In knisterndem Neon und in Farbe. Ich fand den Weg ins Glück. Auf jeder Mauer, an jedem Schaufenster. In der Luft, in den Pfützen morgenfrüher Straßen. Bewahr dir deinen Schulmädchenteint. In stehendem Wasser, auf das nie ein Sonnenstrahl fiel. Sie waren überall. Blinkten des Nachts von der Decke, folgten mir den ganzen Tag. Kritische Augen taxieren dich ... ich wußte, was sie da machten – jetzt! -, die Typen, die sich diese Werbehämmer ausgedacht hatten. (...).Ich war erst zweiundzwanzig, aber ich hatte schon inspiriert und provoziert, als die meisten New Yorker Werbeheinis noch gar nicht wußten, was man mit Wörtern anstellen kann."

Man hätte sich gut vorstellen können, wie Henry Smart, der sich in Amerika übrigens Henry Glick nennt, die Sprache als Waffe entdeckt, wie er sich in den Werbedschungel wirft, der Krösus des Geschäfts wird, alle Konkurrenten erledigt, Wolkenkratzer an der Skyline von Manhattan hochzieht, bis sein Empire in der Nacht zum Schwarzen Freitag zusammenbricht. Das wäre ein typischer Stoff für Roddy Doyle gewesen, der Figuren liebt, die an ihren grandiosen Vorhaben scheitern. Doch diesmal ist alles anders. Man wird den Eindruck nicht los, dass Roddy Doyle aus seinen eigenen Fußstapfen - denen eines realistischen und sehr komischen Erzählens - hinaustreten will, daher die ambitionierte Sprache, und daher die neue Grundidee. Zwar wird auch Henry in Amerika auf der ganzen Linie scheitern, doch keineswegs an der Größe seiner Ideale, sondern weil er gar keine hat. Es ist ein Scheitern nicht im Hochformat, sondern in der Breite, und dazu baut Roddy Doyle eine gewaltige Kulisse auf. Überall, wo in den 20er und 30er Jahren etwas los war in Amerika, ist Henry der Held dabei gewesen.

Henry schmuggelt während der Prohibition Schnaps und legt sich mit der Mafia in New York an. Er rackert sich ab auf den Schlachthöfen von Chicago. Zur Zeit des Börsenkrachs ist er obdachlos und durchquert das Land in Güterzügen, schließlich stolpert er in eine Filmkulisse in Arizona, in der John Ford den Western "My Darling Clementine" dreht, da schreibt man schon das Jahr 1946.

Bei all dem bleibt Henry so plan- und ziellos, dass man ihn für einen Phlegmatiker halten könnte, müsste er sich nicht ständig aus der Affäre ziehen, mehr als einmal steht er vor der rauchenden Mündung eines Colts. Henry, dem alles mitgegeben ist, gutes Aussehen und große Klappe und viele, viele Gelegenheiten, lässt sich einfach treiben, wobei er den so erreichten Zustand pausenlos kommentiert. Doyle sucht den Anschluss an den Bewusstseinsroman, an Joyce oder Döblin. Er tritt aus dem Schatten seines eigenen Welterfolgs und kann es doch nicht verhindern, dass manche Bemühungen manieriert erscheinen:

"In jeder Hinsicht
Laß mich tragen dein Kreuz
Ich seh dich nicht wieder
Ist das klar
Und jetzt
Ist es soweit
Die seife schöner Frauen
I am the man who owns
Broadway
Ihre
Absätze
Schlugen
Den
Takt""

Wozu der ganze Zauber, fragt man sich. Die Antwort liegt im Titel des Romans "Jazztime". Doyle hat einen Roman über Jazz geschrieben, genauer über den Jazz des Louis Armstrong, noch genauer über den Jazz der mittleren Periode Armstrongs von 1927 bis 1930, von Kreole bis Swing, von Chicago bis in die Bronx. In Chicago laufen sich der Haudraufling aus Dublin und das kommende Genie aus New Orleans über den Weg. Das darf nicht weiter verwundern, erstens feiern historische Persönlichkeiten in der Literatur derzeit fröhlich Urständ, zweitens darf man diesen Roman nicht mit der Elle der Wahrscheinlichkeit durchmessen. Drittens und wichtigstens braucht Roddy Doyle die Unterhaltungsmusik wie kaum ein anderer Autor als Stoff und als Schreibdroge - man denke an seinen Roman "Die Commitments", der in der Verfilmung des Alan Parker zum Welterfolg wurde.

"Jazztime" ist so etwas wie geschriebene Jazzmusik, eine Hommage an Louis Armstrong, was die Collagierung des Textes erklärt. Es ist auch ein Text mit vielen Schlaglichtern und stark visuellen Momenten, dem man die geistige Nähe zum Drehbuch nachweisen, die Absicht, ebenfalls verfilmt zu werden, unterstellen darf. Einige Passagen, etwa diese aus dem Milieu der Mafia, wirken wie Drehbuchanweisungen, sie lassen die dazugehörigen, hundertmal gesehenen Bilder vor dem inneren Auge erstehen:

""Die Unterwelt hatte die Stadt unter sich aufgeteilt, unsichtbare Grenzen gezogen, die jeder kannte und respektiert. Eine Zeit des Friedens und der Fülle. Gelegentliche Schießereien, eine Flucht mit kreischenden Reifen - das waren Veranstaltungen für den Tourismus. Hin und wieder lag ein entbehrlicher Toter herum, ein Bein angewinkelt, neben sich den Hut. Ein Foto als Gedankenstütze: Das Geschäft ging weiter wie gehabt. Nur die Dödel und die Spinner starben (....). Und sogar die hielten sich an die Spielregeln. Kamen immer mit Hut und starben stilvoll - ihr Umriß in Kreide auf dem Gehsteig war eine harte, aber vornehme Botschaft und ein Anreiz für die durstigen Massen."

Man kennt Roddy Doyles Vorliebe für das Milieu der kleinen Ganoven und Gangster, für die damit verbundene Komödie und den Klamauk. Als Henry der Held auf Louis den Trompeter trifft, gibt es einen Moment des gegenseitigen Erkennens. Dann folgt der Beschluss, gemeinsame Sache zu machen.

"Zwei Trompeter, aber nur die Spucke von einem landete auf meiner Stirn. Ich sah durch die dampfende Menge zu ihm hin - es war zu heiß zum Schwitzen - und wußte es.
Ich war ein Yank.
Endlich.
Noch nie hatte ich so was gehört, es war himmelweit entfernt von den amerikanischen Schlagern, die Piano-Annie auf meiner Wirbelsäule gespielt hatte, ehe ich aus Dublin getürmt war. Diese Musik war frei und ohne Worte, und der Mann mit der Trompete trieb sie voran und sah nicht zurück. Furios war sie, lustvoll und tödlich für jede andere Art von Musik, funkelnagelneu. Wie ich."

Die Passagen, in denen Henry Louis Armstrong zuhört, in denen naive Begeisterung sein kindliches Gemüt ergreift, gehören zu den besten des Romans. Musik in Worte zu fassen ist eine fast unlösbare Aufgabe. Gerade hier reüssiert Doyle mit jener ungezwungenen Leichtigkeit, die man im Rest des Romans vergeblich sucht.

"Die Tanzschritte waren außer Rand und Band, aber sich selbst hatte er im Griff. Er war Marionette und Marionettenspieler zugleich, Gott und Jünger, eine Ein-Mann-Band, in perfektem Gleichklang mit anderen Musikern. Seine Lippen bluteten, die Tropfen fielen wie Noten auf seine Lacklederschuhe, aber er war der glücklichste Mensch von der Welt."

Louis Armstrong steht kurz vor seinem Durchbruch zum Weltstar. Er heuert Henry an, als Begleiter und als Bodyguard, eine Arbeitsbeziehung, aus der Freundschaft wird. Roddy Doyle befindet sich wieder auf vertrautem Boden, er schreibt ein Buddymovie, ein Komplizenstück, in dem zwei sehr unterschiedliche Charaktere sich aufmachen, die Welt zu erobern. Bekannte Themen tauchen auf, Variationen über das Wesen der Kreativität, über die Ursachen von Erfolg und Scheitern im Musikgeschäft, welches als Paralleluniversum zu der Welt des Roddy Doyle aufzufassen ist, zum Literaturbetrieb. Dieser Teil Romans ist der schlüssigste und leichtfüßigste; man könnte sagen, er ist die eigentliche Fortsetzung von Henry the Star.

"Und Louis setzte das Horn an und blies die Eröffnungskadenz zu vierten- und fünften-, sechsten-, siebtenmal, bis er zufrieden war. Wenn er spielte, war alles immer wieder neu, das vetrackteste Stück, das ein Musiker je gespielt hatte, wurde so leicht und eingängig, daß man nur staunen konnte. Und als die anderen fünf einfielen, sah er, noch immer spielend, noch immer improvisierend, zu mir hin und blinzelte mir zu."

Auf dem Weg nach oben geht den beiden Männern das Geld aus. Sie verlegen sich auf Einbruchsdiebstähle, und als sie in einem Herrenhaus das Tafelsilber einpacken, trifft Henry seine ehemalige Lehrerin wieder, Miss O'Shea, die er vor der Flucht aus Dublin noch geheiratet hat. Den Zufall will man hier schon längst nicht mehr strapazieren, man ist viel zu froh, endlich auf die Erkennungsmelodie des Romans zu stoßen. Zwei und zwei, fragt die Lehrerin ihren Schüler immer dann, wenn sie sich wiedersehen:

"'Zwei und zwei?', fragte eine Stimme.
Louis war schon an mir vorbei, der Vorhang streifte mein Gesicht (...).
'Weiß nicht. Zwei und zwei was?'
'Plinsen.' (...)
'Vier.'
'Richtig.'
'Du hast mich erwartet.'
'Ganz genau.'
'Wo bist du?'
'Ganz nah.'"

Miss O'Shea und Henry haben sich lange nicht gesehen, ihre gemeinsame Tochter Saoirse ist schon fünf Jahre alt. Doch Henry verweilt nicht lange, er geht mit Armstrong zurück nach New York, wo dieser seine Weltkarriere beginnt.

Das Ende der Freundschaft ist in jedem Auftritt, in jeder Begegnung der beiden Männer schon angelegt. Auch hier holt Doyle sehr weit aus. Er säumt die Beziehung von Henry und Louis Armstrong mit allerhand Überlegungen zu Rasse, Hautfarbe, Nation und Zugehörigkeit, alles thematische Schwergewichte, die den Anspruch auf Anspruch bekräftigen. Henry der Held gilt lange als Ehrenschwarzer: Smoked, also "Geräuchert", nennt ihn Louis Armstrong. Zugleich ist Henry der Vorzeigeweiße, dessen Aufgabe es ist, Armstrong den Weg durch die Menge zu bahnen. Um Armstrong zu dienen, muss Henry sowohl weiß sein, als auch schwarz. Die Frage nach der persönlichen Identität zieht sich als Leitmotiv durch den Roman. Sie taucht zum ersten Mal auf bei den Mafiosi in New York, die nur Gangsternamen tragen, sie heißen Beep-Beep und Johnny No und Steady und Fst Olaf. Später will Henry als Schwarzer gelten und als Amerikaner, er will sein altes Ich ablegen. Am Ende blickt der 45j-ährige, inzwischen zum Krüppel gewordenen Henry, in eine Spiegelscherbe. Er erkennt sich nicht:

"Die Zeit kam mir abhanden. Ich schmorte und fror und hörte auf zu verstehen. Ich sah einen alten Mann. In einer geborstenen Spiegelscherbe, blind von der Feuchtigkeit, mit einem schartigen Rand in einen Baumstamm gerammt, irgendwo in einem verlassenen Hobo-Dschungel. Ich sah den Mann. Ich hieß ihn den Mund aufmachen, hieß ihn näher herangehen. Ich heiße Henry Smart. Ich sah noch mal hin. Das war ich nicht."

Dieses Thema des Bewusstseins und der Identität verklammert die vier Bücher des Romans, die sonst fast disparat nebeneinander stünden. Nicht nur inhaltlich, auch in der Erzählökonomie streben sie auseinander. In den ersten drei Büchern verstreichen nur wenige Jahre, in dem oben genannten Satz "Die Zeit kam mir abhanden" verbirgt sich im vierten Buch dann ein Zeitsprung von einem ganzen Jahrzehnt. Es ist, als hätte Doyle sich nicht auf ein Verfahren einigen können.

"Jazztime" lebt vom Wortwitz und der Schlagfertigkeit der Figuren, die inzwischen nicht nur Dublin sprechen, sondern auch Bronx und Schwarz. Viele Dialoge ergeben im Erzählfluss einen Zeitwert eins zu eins, andererseits muss in einem Roman, der auf ein ganzes Leben hin ausgerichtet ist, ziemlich viel Zeit verstreichen. In der Summe wirkt das Metrum des Romans sehr ruckartig. Die Unebenheiten im Erzählfluss verstärken den allgemeinen Eindruck, einem Unternehmen beizuwohnen, bei dem weniger mehr gewesen wäre.

Roddy Doyles deutsche Übersetzerin Renate Orth-Guttmann hat hier übrigens schwere und ganze Arbeit geleistet. Sie hat sich auf die vielen Dialekte des Romans nicht eingelassen, sondern setzt lieber eigene Glanzpunkte, sie schreibt "Wehmutter" statt "Hebamme", "Parabellum" statt "Gewehr", "Perkolator" statt "Kaffeemaschine" und sorgt so für einen eigenen nostalgischen Charakter des Textes. Gänzlich überzeugen wird "Jazztime" aber nur jene Leser, die entweder Roddy Doyle oder Louis Armstrong sehr verehren.

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