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Horoskope und Statistik

Von Dirk Lorenzen

Sternbilder und Tierkreiszeichen haben fast nichts mehr miteinander zu tun
Sternbilder und Tierkreiszeichen haben fast nichts mehr miteinander zu tun (Hahn)

Heute tritt die Sonne in das Sternbild Krebs - und schon übermorgen fängt in den Horoskopen das Tierkreiszeichen Löwe an, auch wenn die Sonne erst in drei Wochen diese Himmelsfigur erreicht.

Eingefleischte Astrologie-Fans stört das natürlich nicht. Sie meinen, die Wirkung der Sterne auf unser Leben sei bewiesen. Doch die Versuche, den Wahrheitsgehalt von Horoskopen statistisch zu belegen, sind alle gescheitert.

So hieß es vor einigen Jahren, dass Waage-Männer etwas häufiger Waage-Frauen heiraten als Widder-Damen. Die vermeintlichen "Auffälligkeiten" betrugen aber nur wenige Prozent.

Das ist normales "Rauschen": Wer 600mal würfelt, wird nicht exakt 100mal jede der sechs Zahlen treffen. Ein Beleg für magische Kräfte oder einen manipulierten Würfel ist das aber nicht. Denn würfelt man erneut, verteilen sich die Zahlen wieder anders.

Gleiches gilt für die Sterne: Untersucht man die Ehen anderer Paare, könnte sich erweisen, dass in dieser Gruppe etwas mehr Stier-Männer Fische-Frauen heiraten als zu erwarten wäre.

Aber selbst wenn es tatsächlich so wäre, dass Zwillinge-Frauen häufiger Wassermänner heiraten, so wäre das noch kein Beweis für die Wirkung der Sterne. Denn bloße statistische Auffälligkeiten belegen nicht, dass die Phänomene auch kausal zusammenhängen.

Es gibt heute weniger Störche in Deutschland als vor vierzig Jahren - und es werden weniger Kinder geboren. Nach der Logik einiger Sterndeuter wäre das ein Beweis, dass doch der Storch die Babys bringt.

Auch wenn es manche nicht wahr haben wollen: Ein Zusammenhang von Sternzeichen und Lebensweg lässt sich nicht belegen.

Astrologie und Staistik

Astronomische Fakten zur Sterndeuterei

Informationen zum Unsinn von Horoskopen

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