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StartseiteLange NachtDie beste Zeit im Jahr ist mein08.04.2017

Lange Nacht zum evangelischen Kirchenlied des 16. und 17. JahrhundertsDie beste Zeit im Jahr ist mein

Vom Ende des 16. bis weit ins 17. Jahrhundert entstehen in einer breiten Singbewegung jene evangelischen Kirchenlieder, die Ausgangspunkt einer 500-jährigen protestantischen Musiktradition geworden sind.

Von Siegfried und Thomas Freitag

Das kirchliche Pop-Oratorium Luther feiert am Reformationstag, Samstag (31.10.2015), in Dortmund mit mehr als 3.000 Saengern Premiere. (Foto vom 30.10.2015 bei der Generalprobe) Auf der Buehne der Westfalenhalle stehen zudem Stars der Musical-Szene und ein grosses Symphonie-Orchester. Zu den beiden Auffuehrungen in der Westfalenhalle am Reformationstag erwarten die Veranstalter bis zu 15.000 Besucher. Das Stueck des Hamburger Musical-Autors Michael Kunze und des Duesseldorfer Komponisten Dieter Falk erzaehlt von Martin Luthers Ringen um die biblische Wahrheit und von seinem Kampf gegen Obrigkeit und Kirche. (Siehe epd-Bericht vom 31.10.2015) Generalprobe zum Luther-Oratorium in der Westfallenhalle in Dortmund Copyright: epd-bild/FriedrichxStark (imago stock&people)
Luther holte den Gemeindegesang in die Kirche. Aufführung des Pop-Oratorium Luther Reformationstag 2015 in der Westphalenhallt in Dortmund mit mehr als 3.000 SängerInnen (imago stock&people)
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Martin Luther schenkte den Deutschen nicht nur über seine Predigten und seine einzigartige Bibelübersetzung eine gemeinsame Sprache, er ist auch "Dichterkomponist", der erste evangelische Liedschöpfer, dem sich viele Text- und Melodienschaffende anschließen.

Neben Predigt und Gebet erhält der Gemeindegesang der evangelischen Kirche einen gleichberechtigten Platz. Die lebendige Praxis des Choralsingens kann sich im konfessionellen wie im interreligiösen Dialog behaupten.

Komponisten der nachfolgenden Zeit - von Johann Hermann Schein, Christian Ludwig Scheidt, Heinrich Schütz bis Dieterich Buxtehude oder Georg Philipp Telemann, von Johann Sebastian Bach bis Johannes Brahms oder Max Reger ließen sich hiervon anregen. Im 17. Jahrhundert, als Krieg, Pest und Verwüstung das öffentliche Leben beeinträchtigten, erreicht vor allem Paul Gerhardt mit seinen Sprachbildern die Menschen.

Die lebendige Praxis des Choralsingens kann sich im konfessionellen wie im interreligiösen Dialog behaupten. Von der Deutschen UNESCO-Kommission wurde es als immaterielles Kulturerbe anerkannt.


Vom Ende des 16. bis weit ins 17. Jahrhundert entstehen in einer breiten Singbewegung jene evangelischen Kirchenlieder, die Ausgangspunkt einer fünfhundertjährigen protestantischen Musiktradition geworden sind.

Das Flugblatt mit dem Lied "Nun freut Euch lieben Christen g'mein" von Martin Luther aus dem Jahr 1524 gehört zu den 14 Luther-Schriften, die am 9. Oktober 2015 von der UNESCO in das Weltregister des Dokumentenerbes aufgenommen wurden. (Universität Heidelberg)Das Flugblatt mit dem Lied "Nun freut Euch lieben Christen g'mein" von Martin Luther aus dem Jahr 1524 gehört zu den 14 Luther-Schriften, die am 9. Oktober 2015 von der UNESCO in das Weltregister des Dokumentenerbes aufgenommen wurden. (Universität Heidelberg)

Martin Luther war die "alte Kirche" fremd geworden, sodass er in Glaubensfragen nicht mehr allein auf lateinkundige Priester und beamtete Geistliche vertrauen konnte. An der Schwelle zur Neuzeit will er, dass der einfache und selbst denkende Mensch die Gnade Gottes erlangen und damit Verankerung im weltlichen Leben finden kann. Mittels verständlicher Bibelübersetzung, anschaulichen Predigtexten, Gebeten und Liedern sollen die Botschaften des Evangeliums wiederentdeckt werden.

Luther ist nicht damit zufrieden, dass "allein der Chor der Pfaffen und Schüler singt und antwortet, wenn der Bischof das Brot segnet oder Messe hält". Er nimmt sich einstimmige, lateinische oder alte religiös-folklore Melodien vor und macht daraus etwas völlig Neues. Er ruft auf, neue Lieder zu schaffen, er wird selbst mit über dreißig eigenen Liedschöpfungen der erste "Dichterkomponist". Gegen Tumult und Bilderstürmerei ist die Musik "eine Lehrmeisterin, die die Leute gelinder, sanftmütiger und vernünftiger macht".

Es sind dann Verbündete, allen voran Johann Walter, der heute als der "Urkantor" der Reformation gesehen wird, die das Singen befördern. Walter schafft mit kunstvollen Liedsätzen das erste "Geistliche Gesang Büchlein" (1524) der neuen Kirche, das Vorwort dazu schreibt ihm Luther. Alles, was Menschen bewegt und berühren kann, Freude und Not, Trauer, Angst und Hoffnung, ein Nachdenken über Tod und Ewiges Leben findet sich niedergelegt in den Chorälen jener Zeit. Über das kollektive Singen entsteht erst der lebendige Kontakt mit anderen, auch über alle sozialen Grenzen hinaus.

Mit dem Ende des 16. Jahrhunderts, in der Zeit der Spätreformation, setzt die eigentliche schöpferische Periode des Kirchenliedes ein. Kantoren, Pfarrer, Organisten, Lehrer, Prinzenerzieher, Professoren, Magister, Rektoren, Stadtschreiber, Bürgermeister, Kapellmeister, ein Bäckermeister - schreiben Verse und Lieder zu allen zentralen Punkten der christlichen Botschaft, zu Taufe und Abendmahl, zu den zehn Geboten, den hohen Festtagen des Jahreszyklus, dichten in deutscher Sprache aus den Psalmen. Es ist der mitteldeutsche Raum, sächsisch-thüringische Städte, Dörfer und Flecken, in denen die stärkste Liedproduktion zu beobachten ist.

Die lebendige Praxis des Choralsingens kann sich im konfessionellen wie im interreligiösen Dialog behaupten. Komponisten der nachfolgenden Zeit – von Johann Hermann Schein, Christian Ludwig Scheidt, Heinrich Schütz bis Dietrich Buxtehude oder Georg Philipp Telemann, Johann Sebastian Bach, Johannes Brahms oder auch der Katholik Max Reger konnten sich hiervon anregen lassen. Johann Sebastian Bach schätzt evangelische Choräle so sehr, dass er diese nicht nur immer wieder in vokalen und instrumentalen Werken bearbeitete, er benennt mitunter gleich eine seiner Kantaten nach einem Choral.

Im 17. Jahrhundert, als Krieg, Pest und Verwüstung das öffentliche Leben beeinträchtigten, erreicht neben Johann Heermann, Martin Rinckart, Johann Matthäus Meyfart vor allem Paul Gerhardt mit seinen Sprachbildern, mit einer ganz neuen Qualität des lyrischen Ausdrucks, die Menschen. In der Zeit des 30jährigen Krieges, da in Deutschland wirtschaftliche und politische Depression herrschen, entsteht, wie Albert Schweitzer, der Humanist, Bachkenner, Organist und Arzt es nennt: "Eine religiöse Poesie, der nichts in der Welt gleichkommt". Das Choralsingen ist heute als immaterielles Kulturerbe von der Deutschen UNESCO-Kommission anerkannt.

800 farbige Luther-Figuren stehen auf Markplatz von Lutherstadt Wittenberg am Donnerstag, den 12.08.2010. Die Figuren dienen zum einen der Überbrückung der Restaurierungsarbeiten am Luther- und Melanchthondenkmal und als Vorbereitung des 500-jährigen Reformationsjubiläums (2017). Die Installation "Martin Luther: Hier stehe ich..." von Ottmar Hörl wurde vom 14.08.-12.09.2010 auf dem Marktplatz von Wittenberg präsentiert. Zum Abschluss der Kunstaktion wurden die Figuren für 250 Euro verkauft. (dpa/Peter Endig )Das Reformationsjubiläum 2017: 800 Luther-Figuren auf Markplatz von Wittenberg. (dpa/Peter Endig )

"Die beste Zeit im Jahr ist mein"

Die beste Zeit im Jahr ist mein,
da singen alle Vögelein.
Himmel und Erde ist der voll,
viel gut Gesang da lautet wohl.

Voran die liebe Nachtigall
macht alles fröhlich überall
mit ihrem lieblichen Gesang,
des muß sie haben immer Dank.

Viel mehr der liebe Herre Gott,
der sie also geschaffen hat,
zu sein ein rechte Sängerin,
der Musica ein Meisterin.

Dem singt und springt sie Tag und Nacht,
seins Lobes sie nicht müde macht:
den ehrt und lobt auch mein Gesang
und sagt ihm einen ewgen Dank.

1538 schreibt der Reformator Martin Luther dieses Lied. Da sind viele seiner anderen Lieder schon vielfach gedruckt und nachgedruckt. Was bewegt Luther jetzt noch einmal mit "Die beste Zeit im Jahr ist mein" seiner Leidenschaft und Wertschätzung gegenüber der Musik, er spricht von "Frau Musica", Ausdruck zu geben?

Luther schreibt seinem engen Verbündeten Johann Walter - der Musiker wird als der "Urkantor" der lutherischen Kirche gesehen - zu dessen Büchlein "Lob und Preis der löblichen Kunst Musica" ein Vorwort: Er würdigt den Stellenwert der Musik für eine vitale Kirche, für eine gläubige Gemeinde. Singen bedeute "Gott zu ehren, zu loben". In einem "guten Gesang, der wohl lautet" kann Gott erreicht werden, aber auch der Mensch sich selbst verwirklichen. Friedrich Schorlemmer, Theologe, Friedenspreisträger des deutschen Buchhandels, einst Bürgerrechtler der DDR, sagt:

"Der Luther hat die Reformation nicht nur mit seinen Predigten und nicht nur mit seiner wunderbaren Bibelübersetzung, mit der er den Deutschen eine gemeinsame Sprache geschenkt, sondern auch mit seinen Liedern. Er wollte sie selbst gar nicht machen, hat andere aufgefordert, das zu machen, und die machten das nicht – hat er das selber gemacht."

Er, der Martin Luther, will es der "Nachtigall" gleich tun, wie es im gehörten Lied heißt, will singen lieblich wie diese. Also "Tag und Nacht", er will mit seinem Gesang "Dank sagen", Gott danken für die Größe und Schönheit der Schöpfung.  

Die Melodie, die hier erklingt, war Luther vielleicht noch gar nicht bekannt. Auch das konnte typisch sein für jene Zeit. Die Melodie kommt Jahre später zum Luther-Text, zu den Versen des Vorwortes zu Johann Walters Büchlein dazu. Sie geht auf die urchristliche Gemeinschaft der Böhmischen Brüder aus dem tschechisch-deutschsprachigen Grenzland zurück. Auch in Straßburg war der Melodietypus zuhause. Heute ist sie auftaktig notiert, im durchgehenden 4/4-Takt eingerichtet, ausharmonisiert. Inzwischen ging es Luther, nach schärfsten religiös-politischen Auseinandersetzungen, nach blutigen Bauernkriegen, um nichts weniger als den Erhalt der Kirche überhaupt.

Der Theologe Friedrich Schorlemmer auf der Leipziger Buchmesse: Er stell sein Buch "Luther" vor. (Deutschlandradio / M. Hucht)Der Theologe Friedrich Schorlemmer auf der Leipziger Buchmesse: Er stellt sein Buch "Luther" vor. (Deutschlandradio / M. Hucht)

Lesetipp:
Friedrich Schorlemmer

Luther – Leben und Wirkung
Aufbau Taschenbuch

Martin Luther war ein im Glauben verwurzelter Mensch, rebellisch als von seinem Gewissen geleiteter Einzelner, unerschrocken aus Fröhlichkeit. Er war ein Kirchen- und Sozialreformer, mit seiner Bibelübersetzung wurde er zum Sprachschöpfer.
Friedrich Schorlemmer beschreibt Luthers faszinierende Persönlichkeit in all ihren Facetten: den unbeugsamen Mönch, den streitbaren Publizisten, den begnadeten Prediger, treu sorgenden Freund, Ehemann und Hausvater. Und er zeigt, wie viel Erkenntnis, Trost und Ermutigung wir aus Luthers Schriften bis heute schöpfen können.

Ein feste Burg ist unser Gott

Ein feste Burg ist unser Gott,
ein gute Wehr und Waffen.
Er hilft uns frei aus aller Not,
die uns jetzt hat betroffen.
Der alt böse Feind
mit Ernst er’s jetzt meint,
groß Macht und viel List
sein grausam Rüstung ist,
auf Erd ist nicht seinsgleichen.

Mit unsrer Macht ist nichts getan,
wir sind gar bald verloren;
es streit’ für uns der rechte Mann,
den Gott hat selbst erkoren.
Fragst du, wer der ist?
Er heißt Jesus Christ,
der Herr Zebaoth,
und ist kein andrer Gott,
das Feld muss er behalten.

Bildnummer: 59715230 Datum: 05.07.2012 Copyright: imago/epd Der Choral Ein feste Burg ist unser Gott von Martin Luther im Klugschen Gesangbuch von Joseph Klug, 1533, in der Dauerausstellung im Lutherhaus in Wittenberg (Sachsen-Anhalt) am 05.07.2012. Das Lutherhaus, in dem der Reformator Martin Luther (1483-1546) wohnte, ist das größte reformationsgeschichtliche Museum der Welt. (imago / / epd)Der Choral Ein feste Burg ist unser Gott von Martin Luther im Klugschen Gesangbuch von Joseph Klug, 1533, in der Dauerausstellung im Lutherhaus in Wittenberg (Sachsen-Anhalt) am 05.07.2012. (imago / / epd)

Das Bild der "Burg", "ein feste Burg ist unser Gott", zeigt den unabänderlichen Wunsch, Schutz und Bewahrung zu finden. Es ist das aus Schwäche, Zweifel und Not erwachsene Sehnen nach Halt. Luther selbst ist mit Acht und Bann belegt und muss sich versteckt halten. Es hat in den Bauernkriegen blutige Aufstände mit tausenden Toten gegeben, Burgen und Klöster sind geplündert und niedergebrannt. Luther macht sich "Luft" mit diesem Lied. Der Teufel und viel andere Feinde stehen Gott und seinem Wort gegenüber.

Friedrich Kramer, Leiter der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt, erläutert:

"Wenn man das Lied erleben will, muss man nach Wittenberg kommen zum Reformationstag, Gottesdienst – dann stehen alle auf und es wird blank "Ein feste Burg" gesungen, alle vier Strophen, da merken Sie, diese Lied lebt noch; die spannende Frage für mich ist, wie man`s versteht; erst mal ist es ein Psalmtext, Psalmvers – Text war sehr stark übertragen ins Zeitgefühl Luthers, hatte sehr stark das Gefühl, dass es aufs Ende zugehen kann, ist verfolgt von der katholischen Kirche damals u. Reichsacht u alles – alles ihm nehmen, aber trotzdem festhält am Wort Gottes, gibt natürliche auch Strophen, wo die Leute dann immer aussteigen, nehmen sie uns Vieh, Weib u Ehr lass fahrn dahin – muss ich genauer zitieren – (lacht! blättert, lacht) – Wie heißt die Strophe? Da steigen die Leute meistens aus… Aber ich find das, wie man`s singt. Ich würde es als `ne Art "Renaissance"-Tanz singen. Weil der Text ist statisch: "Ein feste Burg", die Melodie ist es aber nicht (singt zwei Verse – veranschaulicht lebendige Melodie). Diese Grundidee eigentlich, dass Gott ein "Verteidiger" ist, ist schön. Soweit man das als Angriffswaffe versteht oder die "Burg" zum Panzer macht, kommt der "Schlips mächtig ins Rad" – trifft weder die Intention Luthers, noch die, worum es im Psalm geht, also die Vertonung."

Das Lied 'Eine feste Burg…' ist von Komponisten wieder und wieder bearbeitet worden. Der Theologe Friedrich Schorlemmer schätzt es so ein:

"Zunächst einmal war mir das jahrzehntelang fremd, weil es ein merkwürdiges Trutzlied war wie Heine mit ihm dann auch Friedrich Engels die Marseillaise der Revolution aber wenn man sieht das es ein Lied ist dass, eine militärische Bildsprache Ein fest Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen – wenn man das so sieht gegenüber den Waffen, die nicht gut sind, eine andere Wehr und Waffen und ein fest Burg ist schon gar nicht unser Schutzschild und schon gar nicht Krieg der Stern – wie hießt dieser - ein anderer Schutz er schützt mehr noch als eine große Mauer.

Groß Macht und viel List, ihr sein grausam Rüstung ist, kann ich sagen "Großmacht" also Amerika, Großmacht Russland, Großmacht China und viel List und Lügen und Lügen und Lügen ihr grausam Rüstung ist– ja, das ist ein hochpolitisches Lied – und mit welcher Wirklichkeit von heute hat das zu tun. Und nicht verschweigt, dass dieses Lied, ja, ein quasi kriegerisches Lied sein konnte."

Luthers Freund und musikalischer Berater Johann Walter

Johann Walter, den wir heute den "Urkantor" der Reformation nennen, überlebt den Reformator um über 20 Jahre. Er schafft es, in seinem musikalischen Wirken eine sinnvolle Verbindung zwischen Tradition und Aktualität herzustellen. Walter will ausdrücklich lateinische und deutsche Gesänge pflegen. Zudem bearbeitet er Lieder, sucht neue Texte und Melodien, schreibt Liedsätze. Sein Gesangbuch wird zum Vorbild vieler weiterer Liederbücher. Als mit dem Tod Friedrich des Weisen 1525 die Altenburger Hofkapelle aufgelöst wird, kommt Walter in neue Aufgabenfelder: Er wird Kantor der Torgauer Lateinschule und baut die Stadtkantorei aus ehemaligen Kapellsängern und Bürgern der Stadt auf. Seine Kantorei wirkt gleichermaßen im höfischen wie im städtischen Leben Torgaus - ein Vorbild auch für die Gründung einer neuen Hofkapelle in Dresden. Walter liefert Meisterwerke der Satzkunst und bezieht die Figuralmusik von Anfang an in den Lutherischen Gottesdienst ein. Sein kirchenmusikalisches Repertoire aus eigenen und fremden Werken wird als vorbildlich angesehen. Komponisten der nachfolgenden Zeit - von Schein, Scheidt, Schütz bis Buxtehude oder Telemann, von Bach bis Brahms oder Reger lassen sich hiervon anregen.

Lesetipp:

Johann Walter. Der erste lutherische Kantor und Komponist Herbert von Hintzenstern: Johann Walter. Der erste lutherische Kantor und Komponist, Erschienen in: »Laudate Dominum«: Berlin 1976, S. 91-97 Nachlesen als pdf.

Seine Musikanschauung bringt Walter mehrfach in Form von Lehrgedichten vor, er teilt dabei Luthers Auffassungen zur Musik, sieht Musik und Theologie als gleichberechtigt und erstrebt das Hörbarmachen des Wortklanges. Eine Art künstlerische Maxime bringt Walter zum Ausdruck, indem er den polyfonen Liedsatz als mustergültig für das evangelische Kirchenlied ansieht. Er sagt:

"Choral mit Fugen ist das Best."

Als Luther 1546 verstirbt, beklagt Walter den Tod des Freundes in einem Gedicht von 64 Strophen. Er sorgt sich, dass das Lebenswerk und die Ideen der Reformation vergessen werden könnten, weil alte liturgische Zeremonien und überkommene Regelungen wieder in Kraft treten. Eine seiner letzten Lieddichtungen "Herzlich tut mich erfreuen" (EG 148) muss vor diesem Hintergrund und vor dem Ende eines langen, grausamen Krieges als ein Aufbegehren gegen die Finsternis der Zeit, gesehen werden. 

Ach, Herr, durch deine Güte
führ mich auf rechter Bahn;
Herr Christ, mich wohl behüte,
sonst möcht ich irre gahn.

Halt mich im Glauben feste
in dieser bösen Zeit,
hilf, dass ich mich stets rüste
zur ewgen Hochzeitsfreud.

Lesetipp:

Reformation und Musik - Das EKD-Magazin zum Themenjahr der Lutherdekade Nummer 4 (PDF)

"Wach auf, wach auf, du deutsches Land"

Wach auf, wach auf, du deutsches Land!
Du hast genug geschlafen,
bedenk, was Gott an dich gewandt,
wozu er dich erschaffen.
Bedenk, was Gott dir hat gesandt
und dir vertraut sein höchstes Pfand,
drum magst du wohl aufwachen!
Mehr

Eine andere Komposition von Johann Walter ist "Wach auf, wach auf, du deutsches Land" (EG 145). Ein Bußlied, das im Laufe von über 450 Jahren problematische, bis hin zu nationalistischen Aufladungen erfahren wird. Aber statt deutsches kann alternativ auch unser Land gesungen werden. Und von Walters einst 26 Strophen sind heute ganze sieben geblieben.

Für Walter ist der Aufruf zur Buße eine existentielle Angelegenheit. Buße tun - das hatte Luther schon in der ersten seiner 95 Thesen von 1517 gefordert:

"Da unser Herr und Meister Jesus Christus spricht: "Tut Buße", hat er gewollt, dass das ganze Leben der Gläubigen Buße sein soll."

Das Spalatinhaus in Torgau

Das Haus "im Sack", heute Katharinenstraße 8, gehört zu den ältesten erhaltenen Häusern der Stadt. Es ist - soweit bekannt - das einzige in Sachsen noch im weitestgehend ursprünglichen Bestand erhaltende Priesterhaus. Das um 1493 erbaute Priesterhaus und die darin gezeigte Ausstellung entführen den Besucher auf eine Zeitreise ins 16. Jahrhundert und vermitteln das Zusammenspiel von Musik und neuem Glauben. Im Zentrum steht der Torgauer Kantor Johann Walter,

Torgau-Informations-Center
Markt 1
D-04860 Torgau
Telefon: (03421) 7014-0
Telefax: (03421) 7014-15
E-Mail: info(at)tic-torgau.de

21. Mai 2017 wird in Torgau das Spalatin-Hauses in unmittelbarer Nachbarschaft der Katharina-Luther-Stube eröffnet. Hier wird künftig des Hofpredigers und Fürstenerziehers Georg Spalatin gedacht sowie das Zusammenwirken von Glaube und geistlicher Musik am Beispiel des "Ur-Kantors” und Luther-Vertrauten Johann Walter museal vorgestellt.

Am 1. April 2017 wurde in Torgau Deutschlands einzige Gedenkstätte für Luthers Ehefrau Katharina von Bora wiedereröffnet.

"Wir freuen uns, dass die deutschlandweit einzige Gedenkstätte für Katharina von Bora im Reformationsjahr damit wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird”, erklärt Michael Czupalla, Vorstandsvorsitzender der Sparkassenstiftung: "An historisch verbürgtem Ort wird damit Martin Luthers Ehefrau gedacht, die so viel mehr war als das zeittypische ‘Heimchen am Herd’ und deshalb eine eigene Würdigung verdient”, so Czupalla weiter. Die Katharina-Luther-Stube findet sich in Torgau in der heutigen Katharinenstraße 11.

Der Herzschlag der Reformation


"Musik war der Herzschlag der Reformation", sagt der ehemalige Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider. Eine bedeutsame Aussage, weil von Anfang an gemeinschaftliches Singen zum unverkennbaren Kennzeichen der evangelischen Gemeinden wird. Angeregt durch Martin Luther entsteht nach und nach eine Singbewegung der evangelischen Kirche. So dass neben Predigt und Gebet auch die Musik ihre Gleichberechtigung im Gottesdienst erlangt. Text- und Melodienschöpfer der evangelischen Kirche übersetzten Texte neu, formen Lieder der alten und mittelalterlichen Kirche um, erschaffen nachsingbare, volkstümliche Melodien zu allen Themen der neuen Lehre. Sie überliefern uns exemplarische Psalm- und Bibellieder, Lieder für den Alltag, für ernste und schwere Tage, Festlieder für das gesamte Kirchenjahr, Lieder für den Jahreszyklus, Lobgesänge. Aber erst mit dem Ende des 16. Jahrhunderts, in der Zeit der Spätreformation, setzt die eigentliche schöpferische Periode des Kirchenliedes ein.

Musikliste:

1. Stunde

Titel: Ein feste Burg ist unser Gott, BWV 80. Choralkantate zum Reformationstag für Soli, Chor und Orchester,
Solisten: Hannah Morrison (Sopran), Sophie Harmsen (Alt), Manuel König (Tenor)
Chor: Chorus Musicus Köln
Orchester: Das Neue Orchester
Dirigent: Christoph Spering
Komponist: Johann Sebastian Bach
Label: Harmonia Mundi

Titel: Die beste Zeit im Jahr ist mein
Chor: Rupenhorner Singkreis
Dirigent: Willi Träder
Komponist: Ernst Pepping

Titel: Die beste Zeit im Jahr ist mein. Choral für 4-stimmigen Chor und Orgel
Solist: Arno Schneider (Orgel)
Chor: Lilienfelder Cantorei
Dirigent: Klaus-Martin Bresgott
Komponist: Arnold Mendelssohn

Titel: Ein feste Burg ist unser Gott, BWV 80. Choralkantate zum Reformationstag für Soli, Chor und Orchester
Solisten: Hannah Morrison (Sopran), Sophie Harmsen (Alt), Manuel König (Tenor)
Chor: Chorus Musicus Köln
Orchester: Das Neue Orchester
Dirigent: Christoph Spering
Komponist: Johann Sebastian Bach
Label: Harmonia Mundi

Titel: Nun freut euch, liebe Christen'gmein. Choralbearbeitung für Orgel, BWV 734.
Solist: Anna Christiane Neumann (Klavier)
Komponist: Johann Sebastian Bach
Label: GENUIN

Titel: aus: Es ist das Heil uns kommen her Kantate am 6.Sonntag nach Trinitatis, BWV 9, 
Solisten: Edith Mathis (Sopran), Julia Hamari (Alt), Peter Schreier (Tenor), Dietrich Fischer- Dieskau (Bass)
Chor: Münchener Bach-Chor
Dirigent: Karl Richter
Komponist: Johann Sebastian Bach
Label: Archiv Produktion

Titel: Ach Gott, vom Himmel sieh darein, BWV 2. Choralkantate zum 2. Sonntag nach Trinitatis für Soli, Chor und Orchester,
Solisten: Sebastian Kohlhepp (Tenor), Thomas E. Bauer (Bass)
Chor: Chorus Musicus Köln
Orchester: Das Neue Orchester, Dirigent: Christoph Spering
Komponist: Johann Sebastian Bach
Label: Harmonia Mundi, Best.-Nr: 88985320832-3

Titel: Die sind die heilgen zehn Gebote,  (a) Choralvorspiel für Orgel, BWV 635 (1'18) (b) Choralsatz für Chor und Orchester, BWV 298 (1'22)
Solist: Gerhard Gnann (Orgel)(a)
Chor: Gächinger Kantorei Stuttgart (b)
Orchester: Bach-Collegium Stuttgart (b), Dirigent: Helmuth Rilling
Komponist: Johann Sebastian Bach
Label: hänssler-classic/Laudate

Titel: Christ lag in Todesbanden, BWV 4. Kantate zum ersten Osterfesttag
Solisten: Marie-Sophie Pollak (Sopran), Mélodie Ruvio (Alt), Benjamin Bruns (Tenor)
Chor: Chorus Musicus Köln
Orchester: Das Neue Orchester
Dirigent: Christoph Spering
Komponist: Johann Sebastian Bach
Label: Harmonia Mundi

Titel aus: Wo Gott der Herr nicht bei uns hält. Kantate zum 8. Sonntag nach Trinitatis für Alt, Tenor, Bariton, gemischten Chor und Orchester, BWV 178,  Nr. 7: Die Feind sind all in deiner Hand! Choral
Solisten: Ingrid Lorenzen (Alt), Helmut Krebs (Tenor), Dietrich Fischer-Dieskau (Bariton)
Chor: RIAS Kammerchor
Orchester: RIAS Kammerorchester
Dirigent: Karl Ristenpart
Komponist: Johann Sebastian Bach
Label: AUDITE

Titel: Fünf Transkriptionen von Bach-Chorälen für Klavier zu 4 Händen,  (1) Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit, BWV 106 Actus tragicus, Sonatina (2) Alle Menschen müssen sterben, BWV 643 aus: Orgelbüchlein, BWV 599-644 (3)
Solisten: Andreas Grau (Klavier), Götz Schumacher (Klavier)
Komponist: György Kurtág

2. Stunde

Titel aus: Wo Gott der Herr nicht bei uns hält. Kantate zum 8. Sonntag nach Trinitatis für Alt, Tenor, Bariton, gemischten Chor und Orchester, BWV 178,  Nr. 7: Die Feind sind all in deiner Hand! Choral
Solisten: Ingrid Lorenzen (Alt), Helmut Krebs (Tenor), Dietrich Fischer-Dieskau (Bariton)
Chor: RIAS Kammerchor
Orchester: RIAS Kammerorchester
Dirigent: Karl Ristenpart
Komponist: Johann Sebastian Bach
Label: AUDITE

Titel aus: Ein feste Burg ist unser Gott, BWV 80. Kantate für Chor und Orchester,  Manebit Verbum Domini. Hymnus für Chor und Orchester
Chor: Chorus Musicus Köln
Orchester: Das Neue Orchester
Dirigent: Christoph Spering
Komponist: Johann Sebastian Bach
Label: Harmonia Mundi

Titel: Sinfonie Nr. 5 d-Moll, op. 107,  1. Satz. Andante - Allegro con fuoco 2. Satz:  Allegro vivace 3. Satz: Andante 4. Satz: Choral: Ein feste Burg ist unser Gott. Andante con moto - Allegro maestoso
Orchester: Israel Symphony Orchestra Rishon Lezion
Dirigent: Noam Sheriff
Komponist: Felix Mendelssohn Bartholdy

Titel: Aus: 32 leicht ausführbare Vorspiele für die Orgel zu den gebräuchlichen evangelischen Chorälen, op 67,  Ein feste Burg ist unser Gott, op. 67 Nr. 6
Solist: Ursula Emde-Ossenkop (Orgel)
Komponist: Max Reger
Label: Motette-Ursina

Titel: Intrada Ein' feste Burg. Bearbeitung für Blasorchester
Orchester: Sächsische Bläserphilharmonie
Dirigent: Thomas Clamor
Komponist: Ray Farr
Label: GENUIN

Titel: Christ lag in Todes Banden. Kantate zum Osterfest für Sopran, gemischten Chor und Orchester,
Solisten: Heidi Maria Taubert (Sopran), Tobias Hunger (Tenor), Friedemann Klos (Bass)
Ensemble: Opella Musica
Dirigent: Gregor Meyer
Komponist: Johann Kuhnau
Label: cpo

Titel: Wach auf, wach auf, du deutsches Land, SW 3: Seite 76
Solist: Peter Schreier (Tenor)
Chor: Vokalsolisten der Capella Fidicinia
Ensemble: Capella Fidicinia Leipzig
Dirigent: Hans Grüss
Komponist: Johann Walter
Label: CAPRICCIO

Titel: aus: Herr, wie du willt, so schick's mit mir, BWV 73. Kantate zum 3. Sonntag nach Epiphanias für Soli, Chor und Orchester, Solisten: Susanne Frei (Sopran), Makoto Sakurada (Tenor), Markus Volpert (Bass)
Chor: Chor der J. S. Bach-Stiftung
Orchester: Orchester der J. S. Bach-Stiftung
Dirigent: Rudolf Lutz
Komponist: Johann Sebastian Bach
Label: J.S. Bach Stiftung

Titel: In dir ist Freude
Chor: Vocal Concert Dresden
Dirigent: Peter Kopp
Komponist: Giovanni Giacomo Gastoldi
Label: BERLIN Classics

Titel: Hinunter ist der Sonnenschein
Interpret: Andres Böhmer
Komponist: Melchior Vulpius
Label: ARTISTS OWN LABEL
Plattentitel: Schwedische Impressionen

Titel: Cantate Domino canticum novum Motette für vierstimmigen gemischten Chor a cappella, SWV 81 (Singet dem Herrn ein neues Lied)
Chor: Marburger Bachchor               
Dirigent: Wolfram Wehnert
Komponist: Heinrich Schütz
Label: Deutschlandradio Kultur

Titel: Der 116. Psalm Motette in einem Teil
Chor: Dresdner Kreuzchor
Komponist: Johann Hermann Schein
Label: Deutsche Grammophon

Titel: Gotta serve somebody
Interpret und Komponist: Bob Dylan
Label: CBS
Plattentitel: Biograph (CD 2)

3. Stunde

Titel: Shelter from the storm
Interpret und Komponist: Bob Dylan
Label: COLUMBIA
Plattentitel: Blood on the Tracks

Titel: Was Gott tut, das ist wohlgetan, BWV 99. Kantate zum 15. Sonntag nach Trinitatis für Soli, Chor und Orchester,
Solisten: Julia Neumann (Sopran), Claude Eichenberger (Alt), Fabrice Hayoz (Bass), Johannes Kaleschke (Tenor)
Chor: Chor der J. S. Bach-Stiftung
Orchester: Orchester der J. S. Bach-Stiftung
Dirigent: Rudolf Lutz
Komponist: Johann Sebastian Bach
Label: J.S. Bach Stiftung

Titel: Ich bin ein Gast auf Erden
Interpret: Gerhard Schöne
Komponist: Hans Leo Haßler
Label: BUSCHFUNK          
Plattentitel: Ich bin ein Gast auf Erden

Titel: Ach wie nichtig, ach, wie flüchtig, op. 9 Nr. 1
Solisten: Andreas Weller (Tenor), Sebastian Kohlhepp (Tenor), Jens Hamann (Bariton), Sebastian Kunz (Bariton), Adolph Seidel (Bass)
Chor: Camerata Musica Limburg
Dirigent: Jan Schumacher
Komponist: Peter Cornelius
Label: GENUIN

Titel: Ich bin ein Gast auf Erden (Oh Haupt voll Blut und Wunden)
Interpret: Reinhard Börner
Komponist: Bartholomäus Gesius
Label: cap-music
Plattentitel: Choräle auf sechs Saiten

Titel: aus: Matthäus-Passion für Soli, Chor und Orchester, BWV 244 (Passio Domini nostri Jesu Christi secundum evangelistam Matthaeum; Matthäuspassion),  O Haupt voll Blut und Wunden. Choral, 2. Teil Nr. 54 (vormals 63)
Chor: Gächinger Kantorei Stuttgart
Ensemble: Bach-Collegium Stuttgart
Dirigent: Helmuth Rilling
Komponist: Johann Sebastian Bach
Label: hänssler-classic/Laudate

Titel: Mit Fried und Freud ich fahr dahin. Kantate zum Fest Mariä Reinigung für Alt, Tenor, Bass, Chor und Orchester, BWV 125, Solisten: Stefan Kahle (Countertenor), Martin Petzold (Tenor), Matthias Weichert (Bass)
Chor: Thomanerchor Leipzig
Orchester: Gewandhausorchester
Dirigent: Georg Christoph Biller
Komponist: Johann Sebastian Bach
Label: RONDEAU

Titel: Was Gott tut, das ist wohlgetan
Interpret: Falk & Sons
Komponist: Johann Sebastian Bach
Label: Emarcy Records
Plattentitel: Celebrate Bach

Titel aus: Was Gott tut, das ist wohlgetan, BWV 99. Kantate zum 15. Sonntag nach Trinitatis für Soli, Chor und Orchester,  Nr. 1: Was Gott tut, das ist wohlgetan.
Solisten: Julia Neumann (Sopran), Claude Eichenberger (Alt)
Chor: Chor der J. S. Bach-Stiftung
Orchester: Orchester der J. S. Bach-Stiftung, Dirigent: Rudolf Lutz
Komponist: Johann Sebastian Bach
Label: J.S. Bach Stiftung

Titel: Herz und Mund und Tat und Leben für Soli Chor und Orchester, BWV 147. Kantate am Fest Mariae Heimsuchung,
Solisten: Helen Donath (Sopran), Marga Höffgen (Alt), Kurt Equiluz (Tenor), Hanns-Friedrich Kunz (Bass), Peter-Lukas Graf (Blockflöte), Günther Passin (Oboe) u.a.
Chor: Gächinger Kantorei
Orchester: Bach Collegium Stuttgart
Dirigent: Helmuth Rilling
Komponist: Johann Sebastian Bach
Label: hänssler-classic/Laudate

Titel: Nun lasst uns geh'n und treten
Interpret: Reinhard Börner
Komponist: Nikolaus Steinecker
Label: cap-music
Plattentitel: Choräle auf sechs Saiten

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