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StartseiteSport am Wochenende"Kein Fan von Staatsathleten"03.01.2016

Leichtathletik"Kein Fan von Staatsathleten"

Sven Knipphals startet für den VfL Wolfsburg und gehört derzeit zu den schnellsten Sprintern in Deutschland. Im DLF forderte er eine bessere Unterstützung der Politik in Sachen Sportförderung. Zugleich setzte er sich für eine Grundsicherung der Athleten ein.

Sven Knipphals im Gespräch mit Bastian Rudde

Der Leichtathlet Sven Knipphals (Knipphals Management)
Der Leichtathlet Sven Knipphals (Knipphals Management)

Er sei kein großer Fan von "Staatsathleten", allerdings müsse man einfach sagen, dass von Vielen die Möglichkeit der Förderung über Bundeswehr und Bundespolizei sehr gut genutzt werde, sagte Deutschlands Top-Sprinter Sven Knipphals im Deutschlandfunk. Dadurch werde es einem aber nur ermöglicht, Sportsoldat oder Polizist zu werden. Andere Möglichkeiten wären da schon sehr hilfreich. Hier sieht er die Politik in der Verantwortung, das zumindest zu unterstützen, "da es über die Verbände und Firmen, die es freiwillig machen, nicht wirklich funktioniert."

Weiter sagte der 30-Jährige, hilfreich für die Athleten wäre eine Art Grundsicherung. Sie müsse auch nicht "unheimlich" hoch sein. Eine gewisse leistungsbezogene Entwicklung sollte auch da durchaus zu erkennen sein. Man sollte sich nur keine Existenzängste machen müssen. Knipphals betonte, dass Fußballer grundsätzlich mehr verdienten, sei den Meisten bewusst. "Aber ich glaube nicht, dass jemand weiß, dass teilweise bei uns Leute in der Nationalmannshaft mit weniger als 400 Euro aus dem Sport herausgehen."

Knipphals kritisierte, dass in Deutschland eine breite Masse an gut ausgebildeten Trainern fehle. Viele Ehrenamtler seien mit Herz und Seele dabei, häufig aber neben dem Job.

Angesichts des Dopingskandals in der Leichtathletik meinte Knipphals, er fühle sich von den Leuten an der Spitze des Weltverbands IAAF wie Präsident Sebastian Coe "hundertprozentig nicht vertreten." Er habe mir der IAAF so gut wie gar nichts zu tun. Das sei eigentlich "ganz bitter."

Das vollständige Gespräch können Sie bis mindestens 03. Juli 2016 nachhören.

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