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Leichte Erholung der US-Wirtschaft

Beige Book zeigt positive Trends bei Banken und auf dem Immobilienmarkt

Von Marcus Pindur

US-amerikanische Wirtschaft hat leichten Aufwind
US-amerikanische Wirtschaft hat leichten Aufwind (picture alliance / dpa / Igor Zehl)

Hoffnung in den USA – dazu passte, dass auch die amerikanische Notenbank auf die Wirtschaftsentwicklung vorsichtig optimistisch schaut. Gestern Abend legte sie ihren Konjunkturbericht vor.

Gemischte Signale – aber auch die Hoffnung auf einen deutlicheren Aufschwung, das ist die Botschaft des Beige Book Reports für Oktober und November. In neun der zwölf Bankendistrikte der USA hat sich das Wachstum gegenüber den Vormonaten leicht beschleunigt – so die Einschätzung der von der Federal Reserve Bank befragten Manager und Experten. Getragen wird der konjunkturelle Aufwind dabei von der Bauindustrie. Auch der private Verbrauch zog leicht an: Traditionelle Vorboten eines stabileren Aufschwungs. Lediglich im Nordosten der USA gab es einen Einbruch, der durch den Supersturm Sandy verursacht wurde. Die Inflation ist gering, die Preise seien insgesamt sehr stabil, so das Fazit der Federal Reserve Bank.

Michael Feder, Chef der Immobilienberatungsfirma Radar Logic sieht allerdings noch einige Risiken bei der privaten Verschuldung und auf dem Eigenheimmarkt.

"Keine Frage, die Zahlen sehen besser aus. Und auf einigen Märkten hat die Situation sich auch deutlich verbessert. Aber: Elf Millionen Eigentümer haben immer noch mehr Schulden, als ihr Haus wert ist, das sind 20 Prozent der Immobilienbesitzer."

Michelle Meyer, Volkswirtin der Bank of America Merrill Lynch sieht aber im nächsten Jahr einen deutlichen Aufschwung kommen:

"Wir sind zwar noch weit entfernt von einem normalen Immobilienmarkt. Und im historischen Vergleich sind die Preise noch ziemlich am Boden. Aber unserer Ansicht nach wird man im nächsten Jahr echte Verbesserungen auf dem Hausmarkt, dem Kreditmarkt und der Wirtschaft insgesamt sehen."

Das Wachstum könnte nach Ansicht der Experten besser sein, wenn nicht die Unsicherheit über die Ende des Jahres anstehende Fiskalklippe im Raum stünde. Die Zweifel an der Politik drückten sich in Zurückhaltung bei Investitionsentscheidungen aus. Deshalb gibt es bei der industriellen Produktion eher negative Nachrichten: In sieben der zwölf Bankdistrikte sank sie, in zweien stagnierte sie, lediglich in drei Distrikten stieg die Produktion. Betroffen ist besonders die Autoindustrie, die in den letzten Jahren, nach ihrem Beinahe-Kollaps 2008 stabil gewachsen ist.

Der Durchbruch auf dem Arbeitsmarkt lässt auch deshalb noch auf sich warten. Immerhin wuchs die Beschäftigung in der Hälfte der Bezirke. Die Lohnzuwächse waren jedoch dürftig, weil das Angebot auf dem Arbeitsmarkt noch sehr viel größer sei als die Nachfrage, heißt es im Beige Book. Ausnahmen bildeten die Regionen North Dakota und Kansas, dort treibt hauptsächlich der Ölboom die Löhne nach oben.



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