• Deutschlandfunk bei Facebook
  • Deutschlandfunk bei Twitter
  • Deutschlandfunk bei Google+
  • Deutschlandfunk bei Instagram

 
 
Seit 00:05 Uhr Lange Nacht
StartseiteSternzeitExoMars fliegt, InSight bleibt04.03.2016

Mars macht mobil, aber nicht alleExoMars fliegt, InSight bleibt

Heute hätte die NASA-Sonde InSight zum Mars starten sollen. Doch wegen eines technischen Defekts in einem Messgerät wurde die Mission vor zweieinhalb Monaten abgesagt – die Sonde kann nun frühestens in zwei Jahren ihre Reise antreten. InSight soll den inneren Aufbau von Mars erkunden und dafür unter anderem mögliche Marsbeben vermessen.

Von Dirk Lorenzen

Der ExoMars Trace Gas Orbiter und die Landekapsel Schiaparelli beim Anflug auf den Mars (Zeichnung). (ESA)
Der ExoMars Trace Gas Orbiter und die Landekapsel Schiaparelli beim Anflug auf den Mars (Zeichnung). (ESA)

Die französische Raumfahrtagentur steuert ein Messgerät bei, das selbst Verschiebungen des Marsbodens um einen Atomdurchmesser registriert.

Doch um diese Genauigkeit zu erreichen, muss das Instrument in einem Vakuum sein – und Tests unter Marsbedingungen in einem NASA-Labor hatten ergeben, dass das Messgerät undicht ist. Der Schaden ließ sich nicht auf die Schnelle beheben und so wurde der Start verschoben.

Es sollte so schön werden: InSight auf dem Mars (Zeichnung) (NASA)Es sollte so schön werden: InSight auf dem Mars (Zeichnung) (NASA)

Europas Weltraumagentur ESA ist dagegen guter Hoffnung, in einigen Wochen ihren ExoMars Trace Gas Orbiter auf den Weg zu schicken. Der Start erfolgt  mit einer Proton-Rakete von Baikonur aus.

Im Oktober soll die ExoMars-Sonde in eine Umlaufbahn um den roten Planeten einschwenken und kurz vorher eine Kapsel absetzen, die für künftige Missionen die Landetechnik erprobt.

Nach einer langwierigen Bahnanpassung misst der Orbiter für fünf Jahre die Zusammensetzung der Marsatmosphäre, insbesondere das Vorkommen von Spurengasen wie Methan. Methan kann bei geologischen Prozessen entstehen, aber auch ein Hinweis auf biologische Aktivität im Marsboden sein.

In gut zwei Jahren könnte der zweite Teil der ExoMars-Mission folgen: Ein rollendes Labor soll auf der Marsoberfläche landen und nach Spuren heutigen oder früheren Lebens suchen.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk